Von Sabine Ludwig, 21.07.10, 07:06h
„Fest steht, dass wir neben der Genehmigung für den Kegel noch ein kleines Restvolumen auf der Leppe haben“, sagt Lichtinghagen-Wirths. „Das ist aber ausdrücklich sehr klein, denn wir haben nur noch dort Platz, wo Anlagen stehen. Zudem müssen wir immer ein Gefälle von fünf Prozent einbeziehen“, so die BAV-Chefin weiter. Sie stellt klar: „Da die Leppe begrenzt ist, wollen wir zur Deponie Lüderich. „Allerdings müssen wir jetzt auch abwarten, wie die Avea, die von uns den Entsorgungsauftrag hat, die Sachlage bewertet.“ Dazu gehöre auch, dass die Avea alternative Entsorgungsmöglichkeiten prüfe. So werde in Norddeutschland, wie Lichtinghagen-Wirths bestätigt, die Rostasche für den Straßenbau verwendet. „Das sind Fragen, die jetzt in Ruhe geklärt werden müssen“, so die Geschäftsführerin des BAV, die auch unterstreicht, dass es keinerlei Diskrepanz zwischen dem Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis gebe, was den BAV betreffe. Immerhin sind beide Kreise am BAV beteiligt und bestimmen seine Geschicke - und haben zumindest in dieser Situation unterschiedliche Interessen.
„Über Lindlarer Meinung muss Klarheit herrschen“
In Lindlar jedenfalls betrachtet man das Vorgehen mit Argusaugen. Erst jetzt im Gemeinderat war die Thematik wieder aktuell. „Wir wollen nicht erleben, dass die Laufzeiten wieder verlängert werden“, betonte SPD-Fraktionschef Jürgen Dreiner-Wirz, der auch sein Unverständnis zum Verhalten in Rheinisch-Bergischen-Kreis ausdrückte. „Wenn im Gespräch ist, die Rostasche in irgendeinem Braunkohlen-Abbaugebiet abzukippen, muss klar sein, dass das den Verbraucher mehr kosten wird, als wenn eine Deponie in der Nähe angefahren wird.“ In einer Resolution hatten die Fraktionen im Gemeinderat zudem schon früher deutlich gemacht, was sie von dem Protest rund um Lüderich halten, nachdem die Leppe-Deponie über 30 Jahre Anfahrtsort für Abfälle gewesen sei. Dreiner-Wirz unterstrich: „Der BAV muss sich im Klaren darüber sein, wie die Meinung der Gemeinde Lindlar aussieht.“
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