Von Anja Katzmarzik, 26.07.10, 12:18h
Die Redaktionen rufen gemeinsam dazu auf, ihnen mögliche Themen für die Illustrierung zukommen zu lassen. Die meistgewünschten Motive werden umgesetzt.
Begleitet wurde der 64-jährige Ex-Kölner, der seit 1978 in Paris lebt, bei seinem Kölner Termin von seiner Enkelin Charlotte aus Sülz. Die Elfjährige spielt eine zentrale Rolle in dem jüngsten Kinderbuch ihres Großvaters. In "Mein Opa hat die Taschen voller Buntstifte" schildert und bebildert Schlote seinen Werdegang - und das Kind seiner Tochter ist als Erzählerin verewigt. Das Strichmännchen-Buch, das Schlote im Eigenverlag produzieren ließ, ist ihr gewidmet und "sicher auch einem Stück meiner eigenen Lebensgeschichte", sagte der Cartoonist und Zeichner einmal, der anfangs oft wegen seines Kritzel-Stils verkannt wurde.
Seine Enkelin sagt selbstbewusst: "Ich finde es cool, dass mein Opa Künstler ist." Sie eifert ihm bereits nach und malt auch.
Der Künstler erzählt, wie gut ihm die letzte Plakataktion getan habe, deren Ergebnis nun in limitierter Auflage erhältlich ist. An ihr hatten sich viele Menschen beteiligt. Auch der Andrang bei einer Signierstunde in Köln war riesengroß. "Und ich dachte schon, ich bin in Deutschland vergessen, weil ich schon so lange in Paris lebe", erzählte Schlote vor laufender Kamera beinah reumütig. Wo doch Köln und Paris viele Ähnlichkeiten wie Lebensart und Lebensfreudehaben, wie Schlote es beschreibt. Da greift er bis in die Zeit der Französischen Revolution zurück: Köln sei ja auch durch die damalige Zeit französisch beeinflusst. Nur die Nationalgetränke seien allzu unterschiedlich. "Heute", platzte es aus ihm heraus, "hätte ich richtig Lust auf ein Kölsch."
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