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Unternehmenszahlen

Güterverkehr sorgt für satte Gewinne

Erstellt 28.07.10, 15:18h, aktualisiert 28.07.10, 15:21h

Angesichts massiver Technikprobleme mit ICE-Zügen plant die Bahn weitere „Qualitätsverbesserungen“ für ihre Fahrgäste. Derweil hat sich der Konzern von der Konjunkturflaute erholt. Der Gewinn im ersten Halbjahr 2010 stieg deutlich.

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Die Deutsche Bahn kündigt "Qualitätsverbesserungen" an. (Bild: dpa)
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Die Deutsche Bahn kündigt "Qualitätsverbesserungen" an. (Bild: dpa)
BERLIN - Die Deutsche Bahn hat sich im ersten Halbjahr 2010 spürbar von der Konjunkturflaute erholt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 26,1 Prozent auf 846 Millionen Euro zu, wie der bundeseigene Konzern am Mittwoch in Berlin mitteilte. Dazu hätten die wieder anziehende Wirtschaft und Kostensenkungsmaßnahmen beigetragen. Vor allem im stark gebeutelten Güterverkehr ist das Geschäft besser auf Touren gekommen.

Der Konzernumsatz stieg um 12,8 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Nach Steuern blieb das Ergebnis von Januar bis Ende Juni mit 392 Millionen Euro jedoch unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 547 Millionen Euro.

Angesichts ihrer massiven Technikprobleme mit ICE-Zügen und Klimaanlagen plant die Bahn weitere Maßnahmen zur "Qualitätsverbesserung" für die Fahrgäste. Der Konzern wolle sein Brot- und Buttergeschäft in Ordnung bringen, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Mittwoch in Berlin.

Mit Investitionen von 21 Millionen Euro sollen weitere Bahnhöfe elektronische Informationsanzeigen bekommen. Bahnhofs-Servicekräfte sollen moderne Handys erhalten, klarere Ansagen bei Störungen zunächst getestet werden. Seit 14. Juli habe es "nur noch sehr vereinzelte" Ausfälle von Klimaanlagen gegeben. Inzwischen seien 5672 Kunden mit 374 000 Euro entschädigt worden.

In die weiteren Verhandlungen über einheitliche Tarifstandards in der Branche geht die Bahn zuversichtlich. Es zeichne sich inzwischen eine gewisse Bereitschaft aller Bahnunternehmen ab, in Gespräche über eine branchenübergreifende Lösung mit den Gewerkschaften einzutreten, so Grube. Das macht uns sehr zuversichtlich, auf dem Verhandlungsweg zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen, und zwar auch ohne Streiks." Der bundeseigene Konzern unterstütze es, dass Wettbewerb nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen dürfe. Die Tarifverhandlungen gehen an diesem Donnerstag weiter. (dpa)



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