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Rheinische Riviera

„Der Region einen Namen geben“

Erstellt 28.07.10, 07:03h

Klaus Munk, SPD-Fraktionschef im Bad Honnefer Rat hat ein Tourismuskonzept mit dem Titel „Rheinische Riviera“ erarbeitet. Grundidee ist es, den unteren Mittelrhein zwischen Burg Stolzenfels und Beueler Bogen als Einheit zu sehen.

BAD HONNEF - Klaus Munk, SPD-Fraktionschef im Bad Honnefer Rat und Unternehmensberater, hat ein Tourismuskonzept mit dem Titel „Rheinische Riviera“ erarbeitet. Bei dessen Vorstellung in Bad Honnef macht Munk jetzt deutlich, wo seiner Überzeugung nach die entscheidenden Unterschiede zu vorhandenen Konzepten liegen: Zum einen setze die „Rheinische Riviera“ auf vernetztes Denken, auf Zusammenarbeit über Kreis- und Landesgrenzen hinweg. Zum zweiten sollen sich, so Munks Plan, die Aktivitäten letztlich selbst finanzieren. „Fördermittel wenn möglich ja, aber nicht als Voraussetzung“, sagte der ehemalige Vizebürgermeister.

Grundidee ist es, den unteren Mittelrhein zwischen Burg Stolzenfels und Beueler Bogen als Einheit zu sehen. „Es gibt viele einzelne Aktivitäten, aber keine Bündelung; jeder schlägt sich alleine durch“, so Munk. Zudem sei der Begriff „Mittelrhein“ zwar als technische Bezeichnung akzeptabel, wecke aber keine Emotionen beim potenziellen Interessenten. Und darauf komme es an - die Menschen für die Region zu begeistern. „Eine viel schönere Landschaft kann ich mir gar nicht vorstellen.“

Munk geht es augenscheinlich nicht darum, das touristische Rad neu zu erfinden, sondern Vorhandenes kooperativ und vor allem koordiniert zu vermarkten. „Wir haben hier alles, was ein reizvolles Urlaubsziel ausmacht - Lebensqualität, Kultur, Geschichte von den Römern bis in die Neuzeit, Gesundheits- und Wellnessinfrastruktur. Wir müssen es nur marketingtechnisch ballen. Wir müssen die Region zusammenfassen, bündeln und ihr einen Namen geben.“ Vorteile sieht Munk dabei nicht nur für den Tourismus, sondern auch für Handel, Dienstleistung und Gewerbe, langfristig bis hin zur Akquisition von Investoren für Anlageprojekte.

Die Finanzierung der „Rheinischen Riviera“ soll dabei über Beiträge der Kooperationspartner zu einem noch zu gründenden Verein als Dachorganisation erfolgen sowie durch Einnahmen aus Anzeigen im Magazin „Rheinische Riviera“ oder aus Veranstaltungen, Reisen oder sonstigen „Produkten“.

Die Zeitschiene? Klaus Munk wollte sich da nicht festlegen, manches könne auch länger dauern als geplant. Sicher scheint jedoch, dass  www.rheinriviera.de , die als zentrale Kommunikations- und Marketingplattform vorgesehene Internetpräsenz, im nächsten Monat online gehen soll. Und: „Im Herbst, Winter wird noch einiges passieren“, kündigte Munk an.

Dabei ist er sich nach eigenen Angaben hoher Unterstützung sicher: In einem Gespräch bestand das Fürstenpaar Sayn-Wittgenstein darauf, dass die „Rheinische Riviera“ bis Burg Stolzenfels gehe . (top)



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