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Kunstrasenanlage

Viele Olper wollen ihren Sportplatz behalten

Von Claus Boelen-Theile, 28.07.10, 07:06h

Seit gestern Nachmittag liegt die offizielle Genehmigung der Kommunalaufsicht vor: Mit 352.000 Euro darf die Gemeinde Kürten den Bau einer Kunstrasenanlage mit Kunststofflaufbahn in Kürten-Mitte (DJK Montania Kürten) unterstützen.

KÜRTEN-OLPE - Der Zuschuss basiert auf Ausgaben, die die Gemeinde bei paralleler Aufgabe des Sportplatzes in Bornen (SSV Rot-Weiß Olpe) einsparen würde, etwa durch wegfallende Platzerneuerungen (23.000). Die angesparten Mittel aus der Sportpauschale 2006 bis 2010 (259.000) sind der größte Batzen dieser genehmigten Mittel. Alles in allem hat das Projekt ein Volumen von 815.000 Euro. Kämmerer Willi Hembach, der die Mitteilung telefonisch an die BLZ weiterleitete, machte deutlich: „Jetzt sind die Vereine am Zuge.“ Bis Ende 2011 müsse die Fusion von Rot-Weiß Olpe und Montania Kürten vollzogen und der Platz in Bornen aufgegeben sein. Dort will die Gemeinde ein Wohngebiet entwickeln.

Allerdings: Es ist längst nicht klar, dass Rot-Weiß Olpe einer Fusion mit Sportplatz-Aufgabe zustimmt. Viele Mitglieder plädieren mittlerweile für den Erhalt des Platzes in Bornen, das Projekt Kunstrasen könne dort in Eigenregie umgesetzt werden - komplett ohne Förderung der Kommune. Der Vereinsvorsitzende Ludger Breick spricht von der Angst der Mitglieder, dass Olpe ohne Fußballplatz an Lebensqualität einbüße. Breick: „Momentane Situation: Olpe will seinen SSV behalten.“ Seit der Mitgliederversammlung Ende Mai plane man deshalb zweigleisig: entweder Fusion mit gemeinsamer Kunstrasenanlage in Kürten oder: keine Fusion und ein eigener Kunstrasenplatz in Bornen. Um das eigene Projekt zu finanzieren, will der Verein bis 1. September 100.000 Euro an Spendengeldern beisammen haben. „Alle Olper Ortsvereine unterstützen uns“, sagt Breick.

Entscheidend für die Pläne sind die Finanzen. 300.000 Euro kostet der Kunstrasenplatz in Bornen. Nach bisheriger Schätzung müsste der Verein eine Lücke von 80.000 Euro überbrücken, zusätzlich jährlich 10.000 Euro an Banden- und 1350 Euro an Plakatwerbung einnehmen. „Das sind zusammen etwa 100.000 Euro“, rechnet der Vorsitzende hoch - die Summe, die bis September vorhanden sein muss.

Fusionsgegner sind zuversichtlich

Die Fusionsgegner sind zuversichtlich, diese Hürde zu nehmen: durch Mitgliederwerbung (80 Neumitglieder sind bereits eingetreten) und durch Bandenwerbung. 80 Banden-Meter habe der Verein innerhalb weniger Tage verkaufen können, etwa die Hälfte der Flächen. Ein Kürtener Tiefbauer stehe bereit, um zu helfen. Auch ein namhafter Unternehmer aus Kürten habe Bereitschaft zur Hilfe angedeutet. Die Mitgliederzahl soll von jetzt 250 auf 300 steigen. Je größer das Fundament im Dorf, um so besser.

Die Olper Bevölkerung will der Sportverein beim Sommerfest am 4. September über die finanziellen Dinge informieren. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Oktober wird dann entschieden, wohin die Reise bei RWO geht.



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