Von Heike Hüschemenger, 29.07.10, 07:09h
Falls eine stationäre Behandlung erforderlich ist, wird der Patient zunächst in die Aufnahmestation gebracht, wo er konzentriert versorgt wird. „Es soll keinen Verschiebebahnhof auf die Stationen mehr geben, um insbesondere in der Nacht die dortigen Patienten nicht im Schlaf zu stören“, erläuterte Hauptgeschäftsführer Joachim Finklenburg das Konzept. Die Aufnahmestation verfügt über sieben Räume mit zwölf Betten.
„Kurze Wege zwischen der Aufnahmestation, Diagnostik und den Behandlungsräumen der Chefärzte sind der große Vorteil, den wir hier in Waldbröl haben“, sagte Finklenburg. Geplant hat den Umbau auf insgesamt 2200 Quadratmetern das Architekturbüro Monnerjan, Kast und Walter, das seinerzeit auch für die Baupläne des Kreiskrankenhauses verantwortlich zeichnete. Eingangs- und Flurbereiche werden nicht nur farblich aufgehellt. Auch einfallendes Tageslicht durch die Flurfenster und der Blick bis in den Wald sollen eine freundliche Atmosphäre schaffen.
Anfang September wird mit der Entkernung der alten Notaufnahme begonnen werden. Zurzeit geht der Umzug der Behandlungszimmer in die Räume der einstigen Kinderklinik über die Bühne.
„Wir werten den Standort mit dieser Investition auf und sichern nachhaltig die Versorgung der Menschen im Südkreis, die im Notfall medizinische Hilfe brauchen“, sagte Finklenburg. Auf insgesamt acht Millionen Euro belaufen sich die Kosten für die Modernisierung und Erneuerung der Klinik, die nicht nur eine neue Heizungsanlage erhalten hat. Es wurde auch in die Wäscheversorgung, den Wirtschaftshof und neue OP-Tische investiert. Zurzeit werden Untersuchungen an der Fassade zwecks energetischer Erneuerung vorgenommen.
Bis zum Herbst gelangen die Nofallpatienten wie gewohnt von der Rückseite des Hauses in die Notaufnahme. „Über die dann folgenden Änderungen werden wir rechtzeitig informieren“, sagte Geschäftsführer Magnus Kriesten. Im Sommer 2011 soll die neue Notaufnahme fertig sein. „Die Investition dient der Standortsicherung“, meinte Kreissozialdezernent Dr. Jorg Nürmberger.
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22. April 2012,
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