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St. Martinus Kirche

Drachen speien in 65 Meter Höhe

Von Christine Blödtner, 29.07.10, 07:03h

Glänzend im Sonnenlicht erstrahlt der kupfernde Drache in 65 Meter Höhe oberhalb des Stiftsplatzes in Kerpen. Er ist einer von acht Wasserspeiern, die nun im Rahmen der Restaurierungsarbeiten am Turm der St. Martinus Kirche montiert wurden.

Drache
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Aus 17 Einzelteilen besteht der kupferne Drache. Acht Stück zieren mit acht Kupferkreuzen die Galerie am obersten Turmteils. (Bild: Blödtner)
Drache
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Aus 17 Einzelteilen besteht der kupferne Drache. Acht Stück zieren mit acht Kupferkreuzen die Galerie am obersten Turmteils. (Bild: Blödtner)
Dach
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78 Meter hoch ist der Turm: Der oberste Teil wurde mit 20.000 Schieferplatten versehen, die Verzierung neu vergoldet.
Dach
KERPEN - Aus 17 Einzelteilen besteht der Drache und ist detailgetreu den Vorgängermodellen nachempfunden. Sogar Krallen und eine Zunge hat er.

Zudem wurden acht Kupfer-Kreuze montiert. Damit gehen die Restaurierungsarbeiten am oberen Turm, der sogenannten Galerie, zu Ende, die mit dem Gerüstaufbau im Januar dieses Jahres ihren Anfang nahmen.

Die Galerie wurde 1902 auf den Turm aufgestockt, so dass dieser eine Gesamthöhe von 78 Metern hat. „Wir haben versucht herauszufinden, ob eine solch hohe Galerie einzigartig ist. Sie ist fast einzigartig“, sagt Pfarrer Ludger Möers, der sich die Turmrestaurierung seit seinem Amtsantritt im Jahr 2006 auf die Fahne geschrieben hat. Sturm Kyrill tat Anfang 2007 ein Übriges zur Notwendigkeit einer Restaurierung dazu.

Granatsplitter aus dem Zweiten Weltkrieg, Wasser, Pilze und Insekten hatten den Turm schon vor dem Sturm massiv geschwächt. 20 Prozent des Gebälks wurden erneuert und der Turm neu verschiefert. „Das ist Moselschiefer im Stile altdeutscher Deckung“, erläutert der verantwortliche Dachdecker Ralf Krings, der unter anderem bereits den Aachener Dom und das Aachener Rathaus verschiefert hat. An die 20.000 Schieferplatten haben er und seine Mitarbeiter schon verarbeitet. Und es werden noch mehr. Innerhalb der nächsten drei Wochen wird noch eine untere Gaube bearbeitet. Doch das oberste Gerüst wird noch in dieser Woche abgebaut, um Kosten zu sparen. Schließlich wollen die 900.000 Euro, die für die Arbeiten aufgewendet werden müssen, auch finanziert werden. „Zwei Drittel der Kosten übernimmt das Erzbistum Köln, ein Drittel muss die Kirchengemeinde beisteuern“, berichtet Möers und betont: „Die Kreuze sind gespendet worden, dafür sind wir sehr dankbar.“ Die Wasserspeier hingegen warten noch auf Gönner.



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