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Im Ruhestand

Pfarrer kehrt zurück in die Heimat

Erstellt 29.07.10, 07:03h

In der Georgskapelle, in der er vor 50 Jahren zum Gottesdienst die Orgel spielte, feierte Walter Schmickler (71) seinen ersten Gottesdienst als Subsidiar in seiner Heimatstadt Bergheim. Schmickler verließ sein Elternhaus nach dem Abitur um Priester zu werden.

BERGHEIM - In der Georgskapelle, in der er vor 50 Jahren zum Gottesdienst die Orgel spielte, feierte Walter Schmickler (71) seinen ersten Gottesdienst als Subsidiar in seiner Heimatstadt Bergheim. „Ich bin gerne wieder heimgekehrt“, freute er sich über viele bekannte Gesichter, die ihm schon gleich bei der ersten Frühmesse begegneten. Schmickler, in Bergheimerdorf geboren und aufgewachsen, verließ sein Elternhaus nach dem Abitur am Erftgymnasium um Priester zu werden. Nach Studium in Bonn und seiner ersten Kaplanstelle, die er nach der Priesterweihe 1965 in Longerich antrat, folgten Stationen als Diözesanjugendseelsorger (1971) und die erste Pfarrstelle ab 1979 in Köln-Gremberg. 1989 ging Schmickler für fünf Jahre nach Neuss, um dann 1994 „meine schönste Stelle“ in Stommeln anzutreten. In den 16 Jahren im Mühlenort hat er sich neben engagierter Seelsorge auch als Karnevalsprinz und Schützenkönig unvergesslich gemacht. „Zu allen Orten, in denen ich tätig war, habe ich bis heute zahlreiche Kontakte erhalten“, blickt er zurück. Pfarrer Theo Brockers begrüßte Schmicklers Entscheidung, wieder zurück nach Bergheim zu kommen. „Ich freue mich, dass er da ist“, sieht in er dem Subsidiar eine willkommene Hilfe. Zwar solle Schmickler als Priester im Ruhestand nur soviel Arbeit übernehmen, wie er möchte. Dennoch gebe es im Seelsorgebereich zwischen Glesch und Kenten genug zu tun, zumal auch der Kaplan wegen seiner Fortbildung zum Pfarrer und anschließendem Jugendferienlager für einige Zeit ausfällt. Schmickler freut sich aber auch auf mehr Freizeit, in der er vielleicht mal wieder das Orgelspielen üben, auf seinem Flügel spielen oder reisen und lesen will. „Im Himmel ist sicher nicht immer Hochamt“, machte Schmickler in seinem ersten Gottesdienst Appetit auf seine erdverbundenen und längst nicht immer nur hochdeutschen Predigten.


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