Von Guido Wagner, 30.07.10, 07:00h
Nach BLZ-Informationen wird dem Mann vorgeworfen, sich an Jungen in der Mannschaft, die er bis vor einiger Zeit trainiert hat, vergangen zu haben. Das bestätigte am Donnerstag auf Anfrage der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Günther Feld. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ wollte er weder Angaben zur Zahl der Betroffenen noch zum Alter des Tatverdächtigen machen.
Die Ermittler gehen nach BLZ-Informationen derzeit davon aus, dass der Fall im Zusammenhang mit einem weiteren möglichen Fall von sexuellem Missbrauch steht. Dabei hatte die Polizei im April mit einem Phantombild nach dem Tatverdächtigen gesucht. Damals war ein neunjähriges Mädchen in der Bensberger Fußgänger-Unterführung zwischen Steinstraße und Eichelstraße unsittlich berührt worden. Der Täter konnte fliehen. Das Mädchen hatte ihn angeschrieen, worauf er von dem Kind abließ und in Richtung Fußgängerzone Schloßstraße davonlief. Mit Hilfe der Angaben des Mädchens hatte das Landeskriminalamt das Phantombild erstellt und sich damit an die Öffentlichkeit gewendet.
Der Fall von Bensberg und der Missbrauch im Sportverein würden dem in Untersuchungshaft Sitzenden zur Last gelegt, bestätigte Oberstaatsanwalt Günther Feld gegenüber der Bergischen Landeszeitung.
Vertreter der Vereins, bei dem der Tatverdächtige bis vor kurzem tätig war, zeigten sich gestern völlig überrascht von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihren ehemaligen Trainer. „Für uns alle ist das absolut neu“, so ein Sprecher auf BLZ-Anfrage.
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