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Projektflut

„Da ist eine Menge Bewegung drin“

Von Jacqueline Rasch, 31.07.10, 07:03h

Viele Großprojekte laufen derzeit parallel in Meckenheim: Zahlreiche Baumaßnahmen oder Wirtschaftskonzepte wollen gemeistert werden, etwa die Renovierung der Dreifachturnhalle. Bürgermeister Bert Spilles zog nun eine durchweg positive Halbjahresbilanz.

Dreifachturnhalle Meckenheim
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Spektakulär sieht die Holzkonstruktion der neuen Dreifachturnhalle im „Fischauge“ aus. (Bild: Ralf Klodt)
Dreifachturnhalle Meckenheim
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Spektakulär sieht die Holzkonstruktion der neuen Dreifachturnhalle im „Fischauge“ aus. (Bild: Ralf Klodt)
Meckenheim - Nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen, auch wegen der großen Masse an Projekten, die zurzeit in Meckenheim umgesetzt werden, kam Bürgermeister Bert Spilles bei seiner Halbjahresbilanz 2010 ins Schwitzen. Spilles sprach über Hoch- und Tiefbau, über die Stadtentwicklung und die Wirtschaft. „Da ist eine Menge Bewegung drin“, sagt Spilles, „allerdings korrespondieren Anspruch und Notwendigkeit oft nicht mit der Personaldecke“.

Hochbau

Der strenge Winter hatte zwar einen Strich durch den eigentlichen Bauzeitplan der Dreifachturnhalle gemacht, aber seit dem Richtfest läuft der Innenausbau planmäßig, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten laufen, jetzt wird die Fassade verkleidet. „Wir haben gut zwei Wochen aufgeholt“, erklärt Andreas Satzer, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement. Im Februar 2011 soll die Halle fertig sein.

Im September, so die Planung, soll der Umbau des städtischen Jugendzentrums (JuZe) abgeschlossen sein. Im Untergeschoss wurden Trennwände abgebrochen, es wurden neue Türen und Ausgänge installiert, der Eingang zum „Subway“ verbreitert. Um das Zentrum herum wurde ein Zaun installiert, schon im Hinblick auf den neuen Bauspielplatz. „Wir wünschen uns eine Begegnungsstätte für alle Altersgruppen“, sagt Spilles.

Weil die Mittel aus dem Konjunkturpaket II noch 2010 abgerufen werden müssen, startet im zweiten Halbjahr auch der Um- und Ausbau des Feuerwehrgerätehauses in Meckenheim. „Das ist schon wegen des Brandschutzbedarfsplanes notwendig“, so der Bürgermeister. Dabei wird die Fahrzeughalle ausgebaut und das Dach saniert. 2011 soll alles fertig sein.

Gerade fertig geworden ist der zweite Bauabschnitt am Industriedenkmal Obere Mühle , sprich die Grundsanierung des Hauptgebäudes. Ob hier auch mal das geplante Stadtmuseum untergebracht wird, wie es sich der Museumsverein wünscht, ist laut Spilles fraglich. Der Haken sind die Finanzen: „Wir haben dort Kosten von minimal 350.000 Euro“, informiert Spilles. Die Stadt kalkuliere zurzeit auf der Grundlage der Variante Hauptstraße 29 mit Mieten, Ausbaukosten und Ausstattung, schaut, wie an Fördermittel oder Sponsoren heranzukommen ist. Spilles: „Wir unterstützen das Engagement“, sagt Spilles, „aber es ist eine politische Entscheidung, ob Mittel eingestellt werden“.

Tiefbau

Hier kommt einiges zusammen: Winterschäden an den Fahrbahnen des Merler Rings, des Siebengebirgsrings und Am Pannacker wurden nicht kurzfristig geflickt, sondern werden richtig repariert, sagt Spilles. Die Wegeflächen am Friedhof Bonner Straße sind vom Bauhof saniert worden und werden regelmäßig gepflegt, die Kunststoffsanierung im Preuschoff-Stadion ist abgeschlossen, der Bahnhaltepunkt Industriepark und die Parkpalette sind saniert. Lüftelberg hat eine neue Friedhofsmauer, die alte drohte einzustürzen.

Sobald die Haushaltsmittel genehmigt sind, soll der Straßenausbau im Baugebiet Merler Keil I beginnen. „Darauf haben die Anwohner lange gewartet“, weiß Spilles. Vier Bushaltestellen werden noch behindertengerecht ausgebaut, ebenso Querungshilfen an der Breslauer Straße und Königsberger Straße. Dies sind noch Projekte aus dem Verkehrsentwicklungskonzept.

Stadtentwicklung

Es geht voran in der Detailplanung Altstadt: Der Stadtentwicklungsausschuss hat gerade der Vorlage einer Variante drei zugestimmt, das heißt einer Planung für den Kirchplatz ohne weitere Bebauung. Im Zuge der Rahmenkonzeption Steinbüchel läuft das strukturierte Bieterverfahren: „Wir führen jetzt Gespräche mit Interessenten, die sich für das Wohn- und Mischgebiet und für die Nahversorgung gemeldet haben.“

Wirtschaft

Der Weggang von Wirtschaftsförderer Michael Bison schmerzt, aber Spilles hat dem Rat bereits einen Nachfolger vorgestellt: Dirk Schwindenhammer aus Plaidt (Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein), der nach dem einmütigen Votum des Rates denn auch zum nächstmöglichen Termin anfangen soll. 150 Bewerbungen waren eingegangen.

Außerdem liegt der Zwischenbericht zum Gewerbeflächenentwicklungskonzept vor. „Wie wollen wir uns entwicklen, wo sind unsere Stärken, wo unsere Konkurrenten? All diese Fragen wollen wir klären“, so Spilles. Laut Bericht sind die Rahmenbedingungen gut. Nur noch drei Hektar von 137 Hektar Gesamtfläche im Industriepark sind noch frei. Spilles: „Wir hätten uns wesentlich früher aufstellen müssen, um neue Flächen zu finden.“



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