Erstellt 31.07.10, 07:03h
Ursula Bröringmeyer kam 1969 als Lehrerin an die Schillerschule. Sie wechselte 1980 als Leiterin an die Johannes-Gutenberg-Schule und übernahm ein Jahr später die Leitung der Goetheschule.
Unter Bröringmeyers Leitung entwickelte die Schule ihr Profil. Die Leiterin verstand es, das Lehrerkollegium für den reformpädagogischen Ansatz von Maria Montessori zu begeistern. Ein wesentliches Anliegen von Bröringmeyer war die Organisation des Unterrichts in jahrgangsübergreifender Arbeit. Sie motivierte das Kollegium immer wieder, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen. Darüber hinaus richtete sie an der Goetheschule gemeinsames Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern.
Frühzeitig erkannte die Rektorin zudem, dass zahlreiche Familien eine verlässliche Betreuungszeit für ihre Schulkinder am Vormittag benötigen. So gründete sie bereits im Jahr 1992 gemeinsam mit engagierten Eltern den Betreuungsverein der Schule.
Neben ihrer Tätigkeit als Schulleiterin engagierte sich Ursula Bröringmeyer in der Lehrerfortbildung der Montessori-Vereinigung, im Berufsverband und beim Schulamt des Kreises. Sie organisierte Grundschultage und arbeitete mit Fachinstituten zusammen.
Die ehemalige Schulleiterin engagierte sich außerdem im Personalrat und setzte sich für die Belange sozial benachteiligter Kinder ein. Als eines ihrer Schulkinder 2001 an Blutkrebs erkrankte, organisierte sie eine Typisierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.
Entspannung und Erholung fand Ursula Bröringmeyer bei ihren Hobbys Golf und Bridge. Im Januar 2008 erkrankte sie schwer und war seitdem dienstunfähig. (uw)
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