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Laurentiuskirmes

Am neuen Löwen ging's rund

Von Guido Wagner, 31.07.10, 07:00h

Nach sechs Jahren im Gronauer Exil kehrte der Rummel im August 1980 in die Stadtmitte zurück. Seit dieser Zeit betreut Burkhardt Unrau das Fest Zum 30-jährigen Jubiläum der Kirmes am Bergischen Löwen zieht der Organisator eine zufriedene Bilanz.

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Freuen sich über ihre gute Zusammenarbeit und auf die kommende Laurentiuskirmes: Ute Döpper und Burkhardt Unrau. (Bild: Daub)
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Freuen sich über ihre gute Zusammenarbeit und auf die kommende Laurentiuskirmes: Ute Döpper und Burkhardt Unrau. (Bild: Daub)
BERGISCH GLADBACH. „Der Löwe schnuppert wieder Kirmesluft“, titelte die BLZ im August vor 30 Jahren. Nach sechs Jahren im Gronauer Exil kehrte der Rummel im August 1980 in die Stadtmitte zurück. Empfangen von tausenden Festbesuchern und einem damals nigelnagelneuen Bürgerhaus Bergischer Löwe.

Weil der Löwe von 1974 bis 1980 neu gebaut wurde, hatten die Kirmesgeschäfte überhaupt erst auf den Johannesplatz in Gronlau ausweichen müssen. „Ein Platz, der mit 2500 Quadratmeter gerade mal halb so groß war wie das Gelände um den Löwen - und der keinen ,Rundlauf' hatte, wie er rund um den Löwen bis heute möglich ist“, erinnert sich Burkhardt Unrau.

Für den engagierten Gladbacher Tausendsassa ist das Jahr 1980 auch persönlich ein besonderes gewesen. „Damals habe ich die Organisation der Kirmes von meinem Vater übernommen“, erinnert sich Unrau. Vater Helmut hatte die Kirmes selbst 30 Jahre lang als städtischer Bediensteter betreut. Als 1974 die Bauarbeiten am alten Löwen begannen, habe er sich vorgenommen, erst in den Ruhestand zu gehen, wenn die Kirmes an ihren seit Jahrzehnten angestammten Platz in der Stadtmitte zurückgekehrt sei. Als das mit der Laurentiuskirmes 1980 Wirklichkeit wurde, ging Helmut Unrau in den Vorruhestand. Und Sohn Burkhardt übernahm die fortan ehrenamtliche Aufgabe.

Kein Wunder. An einem Kirmessonntag geboren, hatte Unrau das Kirmesgeschäft bereits mit der Muttermilch aufgesogen. So bedeutet der runde Geburtstag „30 Jahre Rückkehr der Kirmes zum Löwen“ auch „30 Jahre Kirmesmacher Burkhardt Unrau“. Kein leichtes Geschäft. So hatte Unrau in drei Jahrzehnten immer wieder für den Erhalt der Kirmes mit ihrem charakteristischen „Rundlauf“ rund um den Löwen zu kämpfen. „Das kennt man ja auch vom Pützchens Markt oder dem Oktoberfest: Du musst rundlaufen können, dann siehst du bei jeder Runde etwas Neues und gehst vielleicht zehn Mal über den Platz.“

Lob der guten Zusammenarbeit

Als 1994 die Stadt das Landesturnfest ausgerechnet zeitgleich zur Pfingstkirmes in die Stadt holte, gründete Unrau den Schaustellerverein. „Danach hat die Zusammenarbeit aber hervorragend funktioniert - egal unter welchem Bürgermeister oder welcher Bürgermeisterin“, sagt Unrau. Ute Döpper nickt. Die Leiterin der städtischen Ordnungsbehörde ist bereits seit zehn Jahren mit der Kirmes befasst. „Und aus der guten Zusammenarbeit ist wirklich etwas sehr Schönes entstanden“, sagt Unrau. Er freut sich, dass der Schaustellerverein nun bereits 15 Jahre die offizielle Eröffnung der Kirmes mit Freifahrchip-Regen auf die Beine stellt und dass es seit fünf Jahren, seit dem Kölner Weltjugendtag, am Kirmessamstag eine Schaustellermesse mit anschließendem Frühstück gibt. „Diese Kirmes lebt auch von den guten Verbindungen und Freundschaften unter den Beteiligten.“

Und von den stets ausgesuchten Attraktionen. Zum 30-Jährigen der Kirmesrückkehr in die City sind am nächsten Wochenende nicht nur das 33 Meter hohe Riesenrad und der turbulente „Break Dance“ am Start, sondern auch eine Mäusestadt, in der man die kleinen Nager in allen Lebenslagen beobachten kann.

Nach mehreren Jahren sei es zudem gelungen, „Nessy“ wieder nach Gladbach zu holen, freut sich Unrau über die „größte reisende Schaukel auf kleinstem Raum“. Die wartet diesmal mit einer Neuheit auf: „Man schwingt auf eine Wasserwand zu“, verrät Unrau grinsend, „und mal geht sie rechtzeitig weg, mal nicht . . .“



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