Erstellt 31.07.10, 07:06h
Insgesamt 76 DRK-ler hatten sich am Donnerstagmorgen mit 19 Einsatzfahrzeugen auf den Weg gemacht, um in einer ehemaligen Messehalle am Rheinpark in Köln-Deutz 380 „Räumungsopfer“ zu betreuen, darunter auch Bewohner der Riehler Heimstätten. „Unsere Aufgabe lag darin, die Menschen zu versorgen, aber auch die medizinische Betreuung und die Verpflegung sicherzustellen“, erläutert Kreis-Bereitschaftsleiter Wolfgang Heinke.
Ein „Schema F“ gebe es bei diesen Einsätzen nicht: „Wir versuchen, uns im Rahmen des Möglichen und der vorgegebenen Situation weitestgehend nach den Wünschen und Erfordernissen der Betroffenen zu richten.“ Dabei sei eindeutiger Wunsch der betreuten Personen gewesen: „Sie wollten so schnell wie möglich zurück in ihre gewohnte Umgebung.“
Das DRK Rhein-Berg hatte nach der Entschärfung auch den Rücktransport der Evakuierten übernommen. Mit Bussen und Krankentransportern wurden die Betroffenen zurückgebracht. Drei Stunden habe es gedauert, bis sich der letzte Anwohner auf dem Heimweg befunden habe, berichtet Heinke. Der Einsatzleiter, der ein Dankeschön an seine ehrenamtlichen Helfer richtet, findet auch lobende Worte für die Arbeitgeber. Schnell und unkompliziert habe man den Rotkreuzlern freigegeben. Der Verdienstausfall werde zwar ersetzt, doch sei es grundsätzlich schwierig, so viele Helfer für einen Einsatz von ihrem Arbeitsplatz loszueisen. „Umso dankbarer sind wir dafür. Ohne Helfer kein Katastrophenschutz, so einfach ist das.“
Gegen 23 Uhr, nach einem 13-stündigen Einsatz, habe sich das Rote Kreuz auf den Nachhauseweg ins Bergische machen können. (cbt)
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