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Sport- und Schulsanierung

Privater Geschäftspartner beauftragt

Erstellt 05.08.10, 07:09h

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, Gesamtschule und Sportstätten von einem Bielefelder Bauunternehmer sanieren und betreiben zu lassen. Diese „Public Private Partnership“ soll bis 2023 etwa 40 Millionen Euro kosten.

Schulsanierung in Marienheide
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Der komplette Gesamtschulkomplex wird bei laufendem Betrieb schrittweise saniert. 14 Millionen Euro kostet die Erneuerung der Schul- und Sportstätten. Im Oktober 2012 soll alles fertig sein. (Bild: Krempin)
Schulsanierung in Marienheide
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Der komplette Gesamtschulkomplex wird bei laufendem Betrieb schrittweise saniert. 14 Millionen Euro kostet die Erneuerung der Schul- und Sportstätten. Im Oktober 2012 soll alles fertig sein. (Bild: Krempin)
Marienheide - Mit einem einstimmigen Votum hat der Marienheider Gemeinderat am Mittwoch beschlossen, die Gesamtschule und die umliegenden Sportstätten von einem Privatunternehmen erst sanieren und dann betreiben zu lassen. Den Zuschlag in dieser „Public Private Partnership“ (PPP) bekam in nicht-öffentlicher Sitzung das erfahrene Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck Public Partner als einer von zuletzt nur noch zwei Bewerbern.

14 Millionen Euro wird allein die zweijährige Sanierung kosten. Die Mietzahlungen in den folgenden 23 Jahren eingerechnet, leistet sich die Gemeinde eine Investition von etwa 40 Millionen Euro. Entsprechend ehrfurchtsvoll begründeten die Sprecher der Fraktionen ihre Entscheidung. Jürgen Rittel (FDP) sprach von einem „denkwürdigen Tag“, Karl Heinz Vach von der „wichtigsten Entscheidung in 20 Jahren“. Stefan Alefelder (WfM) wies auf die „große Verantwortung“ hin, die der Rat übernommen habe. Sven Wottrich (SPD) erinnerte an eine „teils sehr emotionale Diskussion“ etwa über die Schließung des Hallenbads. Nadine Köster (CDU) beklagte Unwägbarkeiten und Risiken, die mit der langen Vertragslaufzeit verbunden sind. Kurt Borner (SPD) stimmte aus diesen Gründen nur „mit Grummeln im Bauch“ zu. Und Holger Maurer (SPD) enthielt sich sogar, weil er den Sachzwang nicht akzeptieren will, unter den die Gemeinde durch ihre mangelhafte Finanzausstattung gesetzt wird.

Unterm Strich sah aber keines der Marienheider Ratsmitglieder eine Alternative zu der PPP-Entscheidung. Bürgermeister Uwe Töpfer bedankte sich bei den amtierenden und anwesenden früheren Ratsmitgliedern für die sachliche Zusammenarbeit im Dienste der Gemeinde, die in dieser Sache drei Jahre lang währte. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass sich der Rat ein halbes Jahr vor der Kommunalwahl zu der so unpopulären wie vernünftigen Entscheidung habe durchringen können, das Panoramabad zu schließen, betonte Töpfer: „Wir haben hier alle an einem Strang gezogen.“ (tie)



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