Erstellt 06.08.10, 18:31h, aktualisiert 06.08.10, 18:33h
König wuchs selbst in einem katholischen Dorf auf, wurde aber "nicht allzu katholisch erzogen". Der Missbrauchskandal in der Kirche überrascht ihn nicht: "Ist doch immer klar, dass es in der Kirche gärt mit den bösen Trieben. Die massive Medienberichterstattung war allerdings neu und auch mal notwendig."
König geht aber nicht nur Katholiken an, er hat sich auch an die Muslime herangewagt - in seinen beiden Comicbänden über den Teekannengeist Dschinn Dschinn. Die Muslime selbst reagierten offenbar gelassen. "Aber es gab grenzwertige Reaktionen von Nicht-Muslimen. Ob ich Muslime beleidigen wolle, besonders bezogen auf eine Zeichnung, da sind Frauen in Burka vor einen Pflug gespannt. Dabei kann man beim Blick auf die Realität kaum noch satirisch übertreiben."
Nach seinem Paulus-Comic soll "erst mal Schluss mit Gott" sein. "Ich hab auch mal wieder Lust auf neue Geschichten im Hier und Jetzt, mit Charakteren, die durch die Kölner Straßen laufen mit Handy am Ohr, statt durch die Wüste Sinai mit der Stimme des Herrn im Kopf. Und da ich schwul bin, ist mein Blick auf die Realitäten immer ein schwuler." (dpa)
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22. April 2012,
E-Werk Köln