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Kunst-Ausstellung

Hilfe für Kindersklaven in Afrika

Von Birgit Eckes, 11.08.10, 07:06h

Sie wollen Kindern in Afrika helfen. Deshalb haben sich 80 Künstler zur Vereinigung „Artists for Freedom“ zusammengeschlossen und spenden einen Teil ihrer Verkaufserlöse. Im Bensberger Rathaus fand jetzt die zweite Ausstellung statt.

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„Stellung beziehen“ wollen die Künstler mit ihrer Aktion. (Bild: Luhr)
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„Stellung beziehen“ wollen die Künstler mit ihrer Aktion. (Bild: Luhr)
BENSBERG - „Das Wichtigste ist, dass man Stellung bezieht“, sagt Kuratorin Anke Ikelle-Matiba und deutet auf ein farbenprächtiges Gemälde, das den Titel „Tanz um das Goldene Kalb“ trägt. Sie hat es selbst gemalt und mit ihrem Künstlernamen IMKA signiert, um es in Bensberg zu verkaufen - wie rund 80 weitere Künstler aus 10 Nationen, die sich zur Vereinigung „Artists for Freedom“ zusammengeschlossen haben.

Stellung beziehen, das wollen sie alle mit ihrem Engagement für die Rechte der Kinder. „Dass es immer noch Menschenhandel gibt, das wissen die meisten gar nicht“, hat Christina Seibold festgestellt, die den Verein ins Leben gerufen hat und leitet. „Und wie immer trifft es am schlimmsten die Kinder. In Ghana zum Beispiel werden Kindersklaven für die Pflege der Fischernetze missbraucht, das ist eine lebensgefährliche Arbeit, weil sie den ganzen Tag tauchen müssen. Deshalb unterstützen wir mit der Organisation Madamfo Ghana Projekte vor Ort, die die Kinder aus diesem Elend herausholen.“

Das Interesse steigt

Obwohl die Organisation noch jung ist, steigt das Interesse kontinuierlich. Auch im Bensberger Rathaus, wo die Arbeiten gezeigt werden, fand jetzt schon die zweite Hängung statt. Beteiligt sind auch Künstler aus dem Bergischen wie der Bildhauer Dirk Balke, Lothar Sütterlin, Mona Schwenke, Birgitt Negro und Charlotte Kons.

Sie alle geben die Hälfte vom Verkaufserlös an „Artists for Freedom“ und finanzieren auch die Ausstellung aus eigener Hand. „Ich bin Grafikerin und mache die Plakate und PR-Arbeit“, erzählt Christina Seibold. „Andere kümmern sich um die Hängung oder die Logistik.“ So sei gewährleistet, dass das Geld ohne Sickerverlust dort ankomme, wo es hin soll.

Die beteiligten Künstler jedenfalls sind mit Herzblut bei der Sache, das zeigen auch die Arbeiten. „Sie sehen ja, nicht alle Bilder oder Skulpturen zeigen Blut und Tränen“ - IMKA deutet auf abstrakte Farbspiele oder das Porträt eines kirgisischem Mädchens aus einem Heim für elternlose Kinder, für das sie sich besonders einsetzt. Es zeigt eine schöne junge, melancholische Frau.

Auch Kinder engagieren sich

Bei Dirk Balke dagegen geht es rustikaler zu: Seine Skulptur eines in weiße Bandagen gehüllten Jungen, der nichts als eine Feder am Kopf trägt, reflektiert ziemlich unmittelbar und dennoch subtil die emotionalen Verheerungen einer verlorenen Kindheit.

Die Kinder selbst lässt das Thema übrigens ganz und gar nicht kalt: Das zeigen die eindrucksvollen kleinen Collagen, die Ines S. Bongard-Deeters mit Kindern und Jugendlichen aus Refrath und Bergisch Gladbach gebastelt hat und die ebenfalls im Bensberger Ratssaal zu sehen sind.



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