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Workcamp

Naturlehrpfad an der Burg

Von David Dreimüller, 20.08.10, 22:10h

Einen Teil ihrer Ferien verbringen 24 Jugendliche auf der Wildenburg und lernen im Workcamp „Natura 2010“ die Vielfalt der Natur kennen. Die Jugendlichen kommen aus NRW, Italien und Weißrussland. Angst vor einem Sprachen-Wirrwarr haben die Teilnehmer nicht.

Naturlehrpfad
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Kräftig zuschlagen mussten Svenja (v.li.), Natascha und Elisa mit ihren Hämmern, um die Holzpfähle in den Boden zu treiben, auf denen das Geländer am Naturlehrpfad befestigt wird. (Bild Dreimüller).
Naturlehrpfad
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Kräftig zuschlagen mussten Svenja (v.li.), Natascha und Elisa mit ihren Hämmern, um die Holzpfähle in den Boden zu treiben, auf denen das Geländer am Naturlehrpfad befestigt wird. (Bild Dreimüller).
WILDENBURG - Die meisten von ihnen können sich in Englisch unterhalten. Zusätzlich gibt's pro Tag kleinere Sprachkurse, damit die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren sich noch besser verständigen können.

Hauptziel der Teilnehmer des Workcamps „Natura 2010“ ist die Sensibilisierung der Jugendlichen für ihre Umwelt. Das soll durch das Anlegen eines Naturlehrpfades geschehen. Dieser führt von der Wildenburg in Richtung des Flora-Fauna-Habitat-Gebietes Manscheider Bachtal und Paulushof. Auf einer Länge von rund 300 Metern sollen Wanderer an sechs Stationen ihre Kenntnisse über die Region und Natur vertiefen können.

Länderabend mit Kartoffelsalat

Derzeit sichern die Jugendlichen den Pfad mit einem Geländer. Dazu haben sie sich Werkzeug von der Gemeinde geliehen und schlagen Holzpfähle in die Erde, auf denen das Geländer aufliegt. Während die Jugendlichen tagsüber am Pfad arbeiten, stehen abends Länderabende auf dem Programm - und hoch im Kurs. Denn jedes teilnehmende Land kocht an seinem Länderabend landestypische Spezialitäten. So gab es beim deutschen Abend ein urdeutsches Gericht: Kartoffelsalat mit drei Würstchensorten. „Die Wildenburg gefällt den Jugendlichen richtig gut“, sagte Eva Pier, eine von sechs „Teamern“, die die Gruppe betreuen. Dieses positive Zwischenfazit hätten die Jugendlichen auf einem „trinationalen Feedbackabend“ geäußert. Neben der Arbeit am Naturlehrpfad basteln die Jugendlichen am Inventar der verschiedenen Stationen. So wurden Löcher in Holzstücke gebohrt, die später als Insektenhotels dienen sollen. Pier: „Einige hatten das erste Mal eine Bohrmaschine in der Hand.“ Die Jugendlichen hätten ihre Arbeit gut gemacht. „Die haben richtig Spaß am Arbeiten.“

Für die Jugendlichen bedeutet das Projekt Abwechslung. So erzählte die 16-jährige Natascha aus Weißrussland, dass es ihr die Möglichkeit bot, einmal nach Deutschland zu kommen und das Land kennen zulernen. Ausflugsziele der Gruppe sind Vogelsang, die Grube Wohlfahrt sowie Köln.

Organisiert wird das Workcamp von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW aus Dortmund. Gefördert wird das Projekt zu 50 Prozent von der Stiftung Mercator sowie der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und dem Mobilitätsfond des Europarates und des Internationalen Eisenbahnverbandes. Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg wird den Naturlehrpfad am Sonntag um 15 Uhr eröffnen.



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