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Altstadt-Nord

Bildungslandschaft wächst

Von Martina Windrath, 31.08.10, 07:00h

Rund um den Klingelpützpark soll ein Modell der pädagogisch vernetzten Schulen, Jugendeinrichtungen und Kita entstehen. 75 Millionen Euro soll das Ganze kosten. Am Montag stimmten SPD, Grüne und FDP für das Vorhaben.

Köln - Seit über vier Jahren wird über das Modell der Bildungslandschaft Altstadt Nord bereits diskutiert, werden Pläne geschmiedet und geändert - nun kommt das Modell der pädagogisch vernetzten Schulen, Jugendeinrichtungen und Kita ins Rollen. SPD, Grüne und FDP stimmten am Montag für das rund 75 Millionen Euro teure Paket und begrüßten die Vorlage. Die CDU stimmte gegen das rund um den Klingelpützpark geplante Modell, das von der Montag Stiftung im Planungsprozess unterstützt wird. Im Vorfeld hatte es besonders wegen befürchteter Eingriffe in den Park Proteste einer Bürgerinitiative gegeben, was den Prozess verzögerten. CDU-Ausschussmitglied Helge Schlieben fürchtet weitergehende Eingriffe in den Park, was die Ausschussmehrheit zurückwies. „Es gibt kleinste Eingriffe, aber Verbesserungen!“

Das bestätigt Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein. Sie betonte, dass nach der Planungsphase nun bei der Umsetzung der Pläne Tempo gemacht werden solle. Es gebe dringenden Bau- und Sanierungsbedarf und „minimale Eingriffe in den Park“. Sie dankte für die Unterstützung der ehrgeizigen Vorhabens - es werde „eines der Flaggschiffe der Bildung in Köln“.

Der langwierige Abstimmungsprozess hatte auch Nachteile für die bisher am Gereonswall ansässige Hauptschule und die Grundschule, die mangels neuer Schüler schließen mussten. Die Bildungslandschaft besteht aus dem Hansa-Gymnasium, einer Grundschule am Gereonswall, einer Schule der Sekundarstufe I, dem Abendgymnasium Gereonsmühlengasse, der Jugendfreizeitanlage Klingelpütz (Vogteistraße), der Jugendeinrichtung KSJ Tower (Gereonswall) und einer neuen Kita. Anstelle der GGS Gereonswall soll die Celestin Freinet Schule, die katholische Grundschule Dagobertstraße, dorthin ziehen. Statt der Hauptschule Gereonswall soll die Realschule am Rhein, Niederichstraße, dorthin verlagert werden. Das Raumprogramm sieht vor: Instandsetzung und Erweiterung der Grundschulgebäude, Abbruch und Neubau des Hauptschulgebäudes, Neubau der Kita und des Verbundgebäudes, Neubau der Mensa und Werkstätten Vogteistraße, Generalinstandsetzung und Anbau Hansa-Gymnasium, Generalinstandsetzung des Abendgymnasiums. Beschlossen wurde auch die Freigabe von 14 Millionen Euro Planungskosten bis 2015.

Die sieben Einrichtungen haben gemeinsame pädagogische Konzepte, Vernetzungsstrategien und übergreifende Projekte abgestimmt, um die Bildungschancen der Schüler zu verbessern und individuell zu fördern. Von der gemeinsamen Gartengestaltung bis zu Lesepartnerschaften mit Anwohnern entstanden und entstehen aus der Kooperation. So gibt es zum Beispiel eine Vereinbarung der gemeinsamen Förderung von begabten Hauptschülern für den Übergang ans Hansa- oder Abendgymnasium - mit Platzgarantie.



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