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Kloster Heisterbach

Altenheim an geschichtsträchtiger Stätte

Von Carsten Schultz, 01.09.10, 07:03h

Das Altenheim Kloster Heisterbach bleibt auch nach dem Umbau der historische Anlage im Rahmen der Regionale. Und nicht nur das: Es wird für rund 3,5 Millionen Euro umgebaut, erweitert und modernisiert. Im Herbst gehen die Arbeiten los.

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Das Modell mit dem umgebauten und erweiterten Altenheim Kloster Heisterbach präsentieren Ursula Schwolen und Karl-Heinz Will. (Foto: Kehrein)
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Das Modell mit dem umgebauten und erweiterten Altenheim Kloster Heisterbach präsentieren Ursula Schwolen und Karl-Heinz Will. (Foto: Kehrein)
KÖNIGSWINTE - Ursula Schwolen hatte in den letzten Monaten öfter mal besorgte Anrufer am Telefon. Was denn aus dem Altenheim Kloster Heisterbach werde, wenn doch im Rahmen der Regionale 2010 die ganze historische Anlage des früheren Klosters umgebaut werde?, wollten die Anrufer von der Heim- und Pflegedienstleitung wissen. Schwolen konnte die besorgten Anrufer beruhigen: Das Altenheim bleibt. Und nicht nur das: Es wird für rund 3,5 Millionen Euro umgebaut, erweitert und modernisiert. Im Herbst gehen die Arbeiten los.

„Unsere Bewohner sind Nutznießer der schönen Klosteranlage und des Parks“, beschreibt die Heimleiterin einen der großen Vorteile ihres Altenheims, das auf geschichtsträchtigem Boden mit der überregional bekannten Chorruine Heisterbach steht. Und während im Zuge des 6,5-Millionen-Euro-Projekts die historische Klosteranlage durch die Regionale 2010 derzeit kräftig umgebaut wird, um ein Stück weit auch das frühere Leben der Zisterziensermönche wieder deutlicher zu machen (die Rundschau berichtete zuletzt am 14. August), rücken die Bauarbeiter nun auch am Altenheim an, das von den Schwestern der Cellitinnen gegründet wurde (siehe Infotext rechts).

Die Pläne, die Ursula Schwolen am Dienstag zusammen mit Karl-Heinz Will von der Stiftung der Cellitinnen der Presse vorstellte, sehen unter anderem vor, den Kreuzgang zwischen Kirche und Altenheim abzureißen. An dieser Stelle entsteht ein Neubau, der ein Stück weit die traditionelle Architektur des benachbarten alten Brauhauses aufgreift, zugleich aber durch einen modernen Stahl-Glas-Bau mit dem Altbau des Seniorenheims verbunden wird. Das frühere Noviziat und ein Schwimmbad werden abgerissen. „Das sind ja auch hässliche Gebäude“, räumte Karl-Heinz Will ein.

Zwei Ziele hat nach seinen Angaben die Millionen-Investition: Zum einen sei die bestehende Einrichtung „sehr, sehr beliebt“ und die Nachfrage größer als das Angebot, zum zweiten wolle man „die Wohnqualität deutlich verbessern“. So werde es statt 10 künftig 44 Einzelzimmer geben, die Sanitäreinrichtungen würden modernisiert und größere Gemeinschaftsräume entstehen. Insgesamt wird das Altenheim in Zukunft 80 statt bisher 65 Plätze anbieten können.

Im ersten Bauabschnitt werde der Klostergang und das Josefhaus abgerissen, im zweiten Bauabschnitt wird der Altbau saniert und im dritten die komplette Außenfassade erneuert. Will rechnet damit, dass das erweiterte Altenheim Kloster Heisterbach Ende 2011 in Betrieb gehen kann.

Die alte Klosteranlage, deren Umbau mit Allee, Teichen, Flussrenaturierung und Landschaftspark ebenfalls Ende 2011 fertig sein soll, und das Altenheim ergänzen sich übrigens hervorragend. Die Erkundung des abwechslungsreichen Geländes mit vielen lauschigen Plätzen sei, so die Einrichtung, „jedes Mal ein kulturhistorisches Naturerlebnis“.

Altenheim Kloster Heisterbach, Heisterbacher Straße, Königswinter, Telefon (0 22 23) 702 0.



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