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Feuerwehrtagungshotel

Phönix für eine Million verkauft

Von Andreas Arnold, 02.09.10, 07:00h

Der Rebbelrother Unternehmer Egon Kemmerich übernimmt das insolvente Feuerwehrtagungshotel „Phönix“. Allerdings nur unter Vorbehalt. Denn nach wie vor hat das Land als Grundschuldgläubiger der Transaktion nicht zugestimmt.

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Die neuen Gesellschafter und Geschäftsführer des Phönix: (v.li.) Michael Kemmerich, Axel Wirth, Egon Kemmerich und Andreas Kemmerich.
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Die neuen Gesellschafter und Geschäftsführer des Phönix: (v.li.) Michael Kemmerich, Axel Wirth, Egon Kemmerich und Andreas Kemmerich.
BERGNEUSTADT - Der Rebbelrother Unternehmer Egon Kemmerich (Jokey Plastik) übernimmt das insolvente Feuerwehrtagungshotel „Phönix“. Gestern unterschrieb er den Kaufvertrag. Allerdings nur unter Vorbehalt. Denn nach wie vor hat das Land als Grundschuldgläubiger der Transaktion nicht zugestimmt. Unbenommen dessen ließ Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé verlautbaren, dass das Phönix gerettet ist. Das Land habe bereits signalisiert, die jetzt gefundene Lösung zu unterstützen, sagte Jaffés Pressesprecher Sebastian Brunner.

Belegschaft behält ihre Jobs

Nach Informationen unserer Zeitung muss Kemmerich für sein neues Hotel eine Million Euro bezahlen. Das ist vergleichsweise wenig, denn allein der vor gut zwei Jahren beendete Umbau kostete fast acht Millionen. Gesellschafter der neuen „Phönix Hotel GmbH“ sind neben Egon Kemmerich seine beiden Söhne Michael und Andreas. Geschäftsführer sind Egon Kemmerich und Axel Wirth, der das Haus schon in der Insolvenz leitete.

Die aktuelle Belegschaft - 15 Festangestellte, drei Auszubildende und sechs 400-Euro-Kräfte - wird ihre Jobs behalten. Je nach Umsatz sollen weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Das Phönix ist bereits das zweite Hotel, das Kemmerich gekauft hat. In Bischofswerda gehört ihm schon das Haus Evabrunnen, so dass sich der Geschäftsmann im Hotelgewerbe auskennt.

Dass sich die Klientel des Phönix wandeln wird, liegt für Egon Kemmerich und Axel Wirth auf der Hand. In der Vergangenheit kamen die Feuerwehrmänner aus ganz NRW nach Bergneustadt. Sei es für Schulungen oder zu einem Urlaub mit ihren Familien. Doch jetzt, wo der Landesfeuerwehrverband nicht mehr Herr im Haus ist, kann sich das Hotel noch mehr nach außen öffnen. So gilt unter anderem Familien mit Kindern oder Tagungen jedweder Art das Augenmerk. Allerdings, so betont Egon Kemmerich, soll sein Hotel auch künftig Anlaufstelle für die Feuerwehren in NRW sein. Für sie wird es eine gesonderte Preisliste geben.

Obwohl der Kauf noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, hat Kemmerich bereits damit begonnen, den Reparaturstau im Haus abzuarbeiten. Und wenn auch das Land dem Verkauf zugestimmt hat, will der Geschäftsmann die Handwerker einladen, die am Umbau des Phönix beteiligt waren, höchst wahrscheinlich aber auf einem großen Teil ihrer Forderungen sitzen bleiben werden. „Mir ist bewusst, dass das alles nicht einfach wird, doch wir bekommen das hin“, sagt Egon Kemmerich.



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