Von Dieter Wolf, 02.09.10, 07:03h
Einsatz für die Gedenkstätte
In einer Feierstunde in der Abtei Brauweiler würdigte der Landschaftverband (LVR) das Schaffen Daners. Er habe entscheidend zur Gestaltung und Belebung des Kulturzentrums Abtei Brauweiler beigetragen. Seiner Arbeit für den Pulheimer Verein für Geschichte und Heimatkunde sei es zu verdanken, dass dieser Verein eine überregionale Bedeutung besitze. Seit 1985 ist Daners ehrenamtlicher Schriftleiter des Vereins. Er habe großen Anteil bei der Veröffentlichung des Periodikums „Pulheimer Beiträge zur Geschichte". Doch immer wieder gehe es um die Abtei Brauweiler, deren Geschichte er umfassend „im Blick" habe, betonte Strack-Zimmermann.
Dass Hermann Daners sich der Vermittlung von Geschichte verschrieben hat, kommt nicht von ungefähr. Er studierte an der Kölner Universität Geschichte, Geografie und Politikwissenschaft, bevor er Studienrat und Studiendirektor am Abteigymnasium Brauweiler wurde. Er interessierte sich stets für die lokale und regionale Geschichte des Rheinlands. Lebendig habe er seinen Schülern die Geschichte vermitteln können.
Daners arbeitete eng mit dem Archiv des LVR zusammen und hat dabei exemplarische Unterrichtseinheiten konzipiert. Als Autor veröffentlichte er eine Vielzahl von Texten zur Rechtsgeschichte und zur Hexenverfolgung. Das Buch „Ab nach Brauweiler" wurde, so Strack-Zimmermann, mittlerweile zum Standardwerk über die Geschichte des Nationalsozialismus in Brauweiler.
Gemeinsam mit Josef Wisskirchen habe er sich dafür eingesetzt, in einem der noch erhaltenen Gebäude der ehemaligen Arbeitsanstalt eine Gedenkstätte einzurichten, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Er entwickelte auch die Konzeption der Gedenkstätte.
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