Von Jan Wördenweber, 01.09.10, 22:18h, aktualisiert 01.09.10, 22:26h
Die Einbrecher nahmen zudem Kofferradios, Kleinteile und ein altes Wehrmachtsgerät mit, berichtet Lange. Den Sachschaden schätzen die Radiofreunde auf etwa 50 000 Euro, doch noch mehr schmerzt die Vorstellung, dass diese Raritäten für immer verschwunden bleiben.
Die Täter hatten offenbar leichtes Spiel, in das Gebäude zu kommen. „Die Eingangstür war nicht abgeschlossen“, sagt Lange und macht dafür Mitarbeiter zweier im Haus ansässiger Firmen verantwortlich. Als ein Museumsmitarbeiter am nächsten Morgen um 7 Uhr in das Gebäude wollte, stellte er fest, dass die Türschlösser unbeschädigt waren. Im Keller blickte er dann auf ein riesiges Loch in der Eingangstür zum Museum. „Das sah aus, als wenn die das mit einem Dosenöffner aufgeschlitzt hätten“, vergleicht Lange.
Dass der Pförtner, der 20 Meter entfernt in einem Häuschen sitzt, die Einbrecher nicht bemerkt habe, kann das Museums-Team nicht verstehen. Laut Lange werde die Haustür nachts von einem Scheinwerfer angestrahlt. Und: „Der Pförtner müsste den Krach, wenigstens aber ein Auto bemerkt haben, welches dort nachts vor der Türe beladen wurde“, schreibt das Team vom Radiomuseum in einer Mitteilung.
Die Polizei bestätigt den Vorfall, hat aber noch keine Spur von den Tätern. Zudem setzen die Vereinsmitglieder ihre Hoffnung auf andere Radio-Freunde: „Gott sei Dank sind alle Geräte fotografiert und in einer Datenbank gespeichert. Europaweit haben viele Fachverbände und Vereine ihre Mitarbeit bei der Aufdeckung und Ergreifung der Täter zugesagt.“
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