KÜRTEN -
Die Politiker im Hauptausschuss äußerten abwechselnd „Unverständnis“ und „Besorgnis“: Nachdem es bei Rot-Weiß Olpe Tendenzen gibt, einen eigenen Kunstrasenplatz zu bauen und nicht mit Montania Kürten unter Platzaufgabe zu fusionieren, geht die Angst um, dass keines der Projekte gelingen könnte. „Uns sind die Hände gebunden. Die Mitglieder von Rot-Weiß Olpe entscheiden“, konstatierte Werner Conrad (BfB), der von einem „Scherbenhaufen“ sprach. Kürtens Gesamtschüler drohten die Leidtragenden zu werden, sie würden keinen modernen Platz bekommen. Dietrich Quack (CDU) richtete einen Appell, im Sinne aller Sportler die Pläne zu überdenken. „Aus Gemeinde-Sicht sehr bedauerlich“, urteilte Bürgermeister Ulrich Iwanow. Die Gemeinde habe sich bemüht, mit Hilfe des Konjunkturpakets das Projekt in Kürten-Mitte hinzubiegen. Er sehe die Gefahr, dass Olpe in 20 Jahren nicht genügend Mitglieder habe, um eine Platzerneuerung zu stemmen. Für ihn sei ein Kompromiss vorstellbar: Platzaufgabe in Bornen, aber keine Fusion.
Für RWO-Chef Ludger Breick ist die „Stimmung in Olpe gekippt.“ Von anderen Ortsvereinen werde man bestürmt: „Ihr müsst bei uns bleiben, sonst geht unser Vereinsleben kaputt.“ Aktuell bestehe eine Finanzlücke von 120 000 Euro, auch die Frage einer Kommunalbürgschaft sei noch offen. Über das Kunstrasenprojekt entschieden die Mitglieder am 13. September: „Der Bürgermeister und die Räte sind eingeladen.“ (cbt)