Von Dietmar Fratz, 03.09.10, 07:03h
Konkreter Handlungsbedarf besteht beim Dach (60 000 Euro) und bei den Schwallwasserbehältern (25 000 Euro), die den Becken-Überlauf regulieren. Seit bestehen des 39 Jahre alten Bades sind zudem Fenster und Türen nicht erneuert worden, und auch die nicht mehr zeitgemäße Lüftungsanlage und das Dach über den Umkleiden bedürfen der Erneuerung.
Für den Fall einer Betriebsstörung müsse, da waren sich alle Fraktionen einig, das Schul- und Vereinsschwimmen gesichert werden. Die Verwaltung soll deshalb bei den Nachbarkommunen nach verfügbaren Schwimmzeiten fragen. „Davon halten wir nicht viel“ beschieden Ziegler und Broich mit Blick auf lange Fahrzeiten. Den Standort am Freibad, über den im vergangenen Herbst bereits der damalige CDU-Ratsherr Walter Ebel sinniert hatte, machen SPD und Grüne mit einigen Vorzügen schmackhaft. So könne die Technik des Freibades auch für das Hallenbad genutzt werden, und auch die Nähe zu Schulzentrum und Grundschule sei günstig. „Das neue Bad muss energetisch ein Vorzeigeprojekt werden und öffentliches Schwimmen wieder ermöglichen“, so die Vision von Rot-Grün in Elsdorf. Dabei sollten auch Sponsoren helfen. Vorstellbar sei, dass es für RWE Power interessant sein könnte, ein „energetisch-technisches Vorzeigeprojekt zu schaffen und damit die Verbundenheit mit allen Elsdorfer Bürgern zu zeigen“.
In dem gemeinsame Vorschlag, den Arbeitskreis Bäder einzuberufen, um entsprechende Perspektiven zu entwickeln, wird begrüßt, dass Effertz zunächst, wie angekündigt, den „Ist-Zustand“ des Bades ermitteln wolle und eine Entscheidung auf gesicherte Daten gebaut wissen will.
CDU-Fraktionschef Andreas Heller will zudem die Bürgermeinung, besonders der Berrendorfer, einholen und in jedem Fall die Schwimmzeiten für Schüler, Vereine und Behinderte gesichert wissen.
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