Erstellt 03.09.10, 07:03h
Die Filipina kannte nicht nur das Opfer, sondern auch den mutmaßlichen Täter, einen 54-jährigen arbeitslosen Schlosser, mit dem sie zeitweise liiert gewesen war. Die Anklage schließt nicht aus, dass der Angeklagte von ihr den Schlüssel zum Haus der alten Dame hatte; möglicherweise hat er ihn ihr entwendet.
Der Angeklagte soll am 14. Dezember 2009 in die Wohnung eingedrungen sein, um - so die Anklage - die 81-Jährige zu bestehlen. Als die alte Dame, die er zunächst in der Toilette eingesperrt haben soll, sich befreien konnte und wehrte, soll er sie geschlagen und schließlich erwürgt haben. Um eine Straftat zu verdecken, habe er sie anschließend nackt ausgezogen und in die Badewanne gelegt: „Er wollte einen natürlichen Tod vortäuschen", so der Staatsanwalt.
Der Verteidiger des 54-Jährigen will verhindern, dass die Aussagen der Zeugin im Prozess verlesen werden. Die Filipina, die sich illegal in Deutschland aufgehalten hatte, war nach dem Verbrechen wiederholt vernommen worden, bevor sie in ihre Heimat aufgebrochen war. Die Verteidigung jedoch hat Zweifel an der Kompetenz der Dolmetscherin, welche die Vernehmung damals übersetzt hatte. Der Mordprozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt. (ucs)
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