Von Michael Fiedler-Heinen, 03.09.10, 07:01h
Unbemerkt hatte sich das Hallendach abgesenkt
Vor lauter Einsätzen rund um die Uhr hatten sie offenbar die eigenen Dächer weniger kritisch im Blick. Als die Löschgruppe Wildberg / Bergerhof vor kurzem ihr erst knapp anderthalb Jahre altes Löschfahrzeug 10 / 6 aus der Fahrzeughalle des Gerätehauses holen wollte, geschah beim Öffnen des vollautomatischen Rolltores etwas Unerwartetes. Das Tor riss beim Hochfahren die Leuchten von der Decke, die zuvor noch genügend Sicherheitsabstand hatten.
„Infolge der Schneelast des letzten Winters“, fasst Gemeindebrandinspektor Hans-Uwe Koch zusammen, „hat sich die Dachkonstruktion gesenkt.“ Das dank erheblicher Eigenleistung der Löschgruppe bestens ausgestattete Fahrzeug wurde zwar nicht beschädigt, war in der Halle aber auch nicht mehr sicher. Baustatische Untersuchung hätten zwar ergeben, dass das Dach des aus den 1960er Jahren stammenden Gebäudetraktes nicht akut einsturzgefährdet sei, doch sicherheitshalber wurde das wertvolle Löschfahrzeug vorübergehend bei der Firma Weidenbrücher in Wildbergerhütte untergestellt. Das instabile Dach, so teilte gestern Bürgermeister Rüdiger Gennies auf Anfrage mit, soll nun innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen erneuert werden.
Von dem Schaden nicht betroffen ist der aus den 90er Jahren stammende Anbau, in dem das Mannschaftstransportfahrzeug der Wildberger Einheit steht. Bei Einsätzen ziehen sich die Feuerwehrmänner noch in ihrem Gerätehaus um, müssen dann aber nach Wildbergerhütte düsen, um ihr Löschfahrzeug zu holen. Dieser Zeitverzögerung habe man mit einer vorübergehenden Änderung der Alarm- und Ausrückordnung Rechnung getragen, sagte Gemeindebrandinspektor Koch. „Es werden die Nachbareinheiten immer gleich mit alarmiert.“
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