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Kommentar zu den Abfallgebühren

Belastung

Von Stefan Sommer, 12.08.10, 08:44h

Die hohen Müllgebühren entwickeln sich in vielen Kölner Haushalten fast zu "Zweit-Mieten". Die teuren Gebühren resultieren vor allem aus den schlechten System-Strukturen. Daher sollten die Abfallwirtschaftsbetriebe schnellstens nach einer kreativen Lösung suchen.

Wer seinen Abfall ordentlich sortiert, kennt das Problem: Die Restmülltonne ist höchstens zur Hälfte voll und wird trotzdem einmal wöchentlich abgeholt. Kleinere Tonnen könnten eine Lösung sein - aber die dürfen Vier-Personen-Haushalte nicht bestellen, weil die Stadt höhere Müllmengen voraussetzt. Also bleibt die Abfuhr teuer. Und weil die Nebenkosten auch in anderen Bereichen steigen, werden sie für viele Kölner als "zweite Miete" zu einer erheblichen Belastung.

Die Kritik des Steuerzahlerbundes an der Kölner Gebührenpraxis wird daher auf viel Verständnis stoßen. Sicher muss man einer Metropole zugute halten, dass hier die Müllabfuhr nicht ganz so einfach zu organisieren ist wie in Mittelstädten oder gar auf dem Land.

Trotzdem sind vor allem die Abfallwirtschaftsbetriebe in der Pflicht, nach kreativen Lösungen zu suchen. Jeder Bürger sollte passgenau die Tonnen vor der Haustür haben, die er zur Abfallbeseitigung benötigt. Gebührenerhöhungen wie zuletzt um stolze 13 Prozent dürfen nur das allerletzte Mittel sein.



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