Erstellt 01.09.10, 14:46h
«Ich habe versprochen, dass ich so viel tun werde wie ich kann, damit das Projekt weiterlebt», sagte Mankell dem 3sat-Magazin «Kulturzeit» (Dienstagabend). Er glaube zwar nicht, die Rolle von Schlingensief übernehmen zu können. Aber: «Das Projekt wird nicht sterben.»
Mankell wurde in Deutschland durch seine Kriminalromane mit Kommissar Kurt Wallander bekannt, er ist ein Afrika-Kenner und verbringt einen Großteil des Jahres dort. Im September will er sich mit Schlingensiefs Witwe Aino und weiteren Freunden zusammensetzen, um über die Zukunft des Projektes zu beraten. Dabei müsse nicht nur das Finanzielle geregelt werden, sagte Mankell. Vielleicht werde auch ein charismatisches Gesicht benötigt, um das Projekt zu repräsentieren. Vor allem Schlingensiefs Ideen müssten weiterleben. «Und ich muss sagen, dass ich sehr viel darüber weiß, er hat sie mir alle erzählt.»
Seitdem er Christoph Schlingensief auf der Berlinale 2009 kennengelernt habe, habe er jede Woche mindestens einmal mit ihm telefoniert, sagte Mankell. Schlingensief war am 21. August im Alter von 49 Jahren einem Krebsleiden erlegen. «Ich vermisse ihn sehr und ich werde ihn mein ganzes Leben vermissen», sagte Mankell.
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22. April 2012,
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