Erstellt 02.09.10, 16:04h
Die hohe Zahl sei aber auch damit zu erklären, dass der Begriff des Wanderns in der Studie weit gefasst sei, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbands, Ute Dicks. Die als «Gehen in der Landschaft» definierte Aktivität müsse geplant sein, mindestens eine Stunde dauern und dabei muss eine entsprechende Ausrüstung benutzt werden. Auch Nordic-Walking, Trekking, Pilgern und Klettern fasst die Studie unter dem Oberbegriff «wandern» zusammen.
Mehr als jeder zweite Wanderer fährt demnach für seinen Sport ins Ausland. Die beliebtesten Ziele sind Österreich, Italien und die Schweiz. Aber die aktiven Wanderer unternehmen im Jahr auch rund 370 Millionen Tagesausflüge in Deutschland - die meisten davon in Bayern. Auf den Plätzen folgen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Der durchschnittliche deutsche Wanderer ist 47 Jahre alt. Die meisten stammen aus Thüringen, Sachsen und Rheinland-Pfalz.
Pro Tag gibt jeder Wanderer im Durchschnitt fast 16 Euro aus - insgesamt lassen sich die Deutschen ihr Wandervergnügen pro Jahr rund 7,5 Milliarden Euro kosten. Außerdem kaufen sie jährlich Ausrüstung im Wert von 3,7 Milliarden Euro, hauptsächlich wetterfeste Jacken, Rucksäcke und Wanderschuhe. Rund 144 000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen direkt vom Wandertourismus ab.
Für die vom Deutschen Wanderverband in Auftrag gegebene und vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierte Studie wurden zwei Jahre lang rund 3000 Menschen telefonisch und mehr als 4000 Menschen vor Ort auf Wanderwegen befragt. Am Freitag beginnt in Düsseldorf die Wandermesse TourNatur. Bis zum 5. September präsentieren rund 300 Aussteller Wander- und Trekkingziele und die dazugehörige Ausrüstung wie Stöcke und Rucksäcke. An den drei Messetagen werden rund 40 000 Besucher erwartet.
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22. April 2012,
E-Werk Köln
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