Erstellt 03.09.10, 17:20h
Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurden mehr als 100 weitere Menschen verletzt, als sich der Täter in der Menge in die Luft sprengte. Den Angaben zufolge hatten sich tausende Schiiten versammelt, um anlässlich des sogenannten Al-Kuds-Tages gegen Israel und die Besetzung der palästinischen Gebiete zu protestieren.
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Erst am Mittwoch waren bei einer Bombenserie gegen eine religiöse Prozession in der ostpakistanischen Stadt Lahore 38 Schiiten getötet und mehr als 300 verletzt worden. Für die Tat hatten sunnitische Extremisten mit Verbindung zu den radikal-islamischen Taliban die Verantwortung übernommen. Gegen Angehörige der schiitischen Minderheit werden in Pakistan immer wieder Anschläge verübt. Etwa 20 Prozent der mehr als 170 Millionen Einwohner des südasiatische Landes sind Schiiten.
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