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Junge vermisst

Suche nach Mirco auf Hochtouren

Erstellt 05.09.10, 13:37h, aktualisiert 07.09.10, 16:04h

Mit 300 Einsatzkräften wird seit Freitag nach einem zehnjährigen Jungen in Grefrath gesucht. Fährtenhunde hatten am Sonntag die Spur des Jungen aufgenommen, die sich später jedoch wieder verlor. Die Ermittler schließen ein Gewaltverbrechen nicht aus.

GREFRATH - Die Suche nach dem seit Freitag in Grefrath am Niederrhein vermissten Mirco läuft weiter auf Hochtouren. Am Montagmorgen machten sich erneut etwa 300 Einsatzkräfte bereit, wie Polizeisprecher Willi Theveßen sagte. Fährtenhunde hatten am Sonntag die Spur des Jungen aufgenommen. Sie führte etwa zehn Kilometer nördlich in Richtung Wachtendonk, verlor sich dort aber. Zudem erhielten die Ermittler Hinweise auf einen Pkw-Kombi, der am Freitagabend an einem Feldrand geparkt war - in der Nähe der Stelle, wo die Polizei das Fahrrad des Zehnjährigen gefunden hatte. Die Ermittler schließen ein Gewaltverbrechen nicht aus.

   300 Einsatzkräfte suchten nach dem Kind. Polizeihunde und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Die Feuerwehr suchte per Schlauchboot in dem kleinen Flüsschen Niers. Die Eltern des Jungen wurden psychologisch betreut.

   Der Junge war mit einem Freund bis abends auf der Skaterbahn am Schulzentrum in Grefrath-Oedt, das etwa vier Kilometer von seinem Zuhause entfernt liegt. Gegen Abend habe er seinen Freund nach Hause gebracht. Da es schon dunkel war, sorgte sich die Mutter und rief ihn an. "Sie hat gesagt, dass er sofort nach Hause kommen soll", sagte Polizeisprecher Willi Theveßen. Der Junge fuhr mit seinem Fahrrad sofort los, kam aber nicht zu Hause an.

   Das Fahrrad fand die Polizei auf dem für den Jungen üblichen Heimweg: Ein Wander- und Fahrradweg in einem Erholungsgebiet an dem Flüsschen Niers. Laut Polizei liegt die Niers in einer Landschaft mit Wald und Wiesen. Kurz hinter der Ortschaft Oedt hätten Zeugen den Jungen noch gesehen. Die Polizei schließt ein Gewaltverbrechen nicht aus. "Wir haben überhaupt keine Hinweise, dass er woanders hinwollte", sagte Theveßen. (dpa)



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