Von Leo Klevenhaus, 06.09.10, 12:13h
Doch der Reihe nach: Schon am Freitagabend ließen es sich die von Stadtbürgermeister Gerhard Hausen geladenen Gäste und die Weinmajestäten von Unkel und Umgebung beim Empfang im Rathaus gut ergehen. Burgundia Anne I., flankiert von der Mittelrhein-Weinprinzessin Julia, standen dabei im Mittelpunkt. Mit einem Fackelzug gelangten sie schließlich ins Weindorf, wo das Blasorchester Bruchhausen und das Tanztrio Peanuts für beste musikalische Unterhaltung sorgten. Mit dabei auch der MGV Concordia.
Stimmungsvoll - und bei erneut bestem Festwetter - ging es am Samstag weiter. Besonders herzlich empfingen die Offiziellen der Rhein- und Weinstadt ihre Freunde aus der Partnerstadt Kamen. Allen voran erlebte Kamens Bürgermeister Hermann Hupe, wie viele hunderte weinselige Gäste, die offizielle Zepterübergabe von Anne I. an Svenja I.; und weil es Anne I. in ihrem Amt gefallen hatte - ihre Abschiedstränen sprachen Bände -, steht sie in diesem Jahr als Prinzessin an der Seite ihrer Nachfolgerin.
Neues Outfit für die Repräsentantinnen
Wie immer bewundert das Können der heimischen Fähndelschwenker, deren Offiziere in ihren schmucken, neuen Uniformen das "Wein-Trio" begleiten. Neu auch das Outfit der drei charmanten Repräsentantinnen, die sich in leichtere, fröhlich anmutende Gewänder im Stil rheinischer Winzerinnen gekleidet zeigten. Die pompösen Kleider gehören jetzt der Vergangenheit an und finden vielleicht Aufbewahrung in der Kleiderkammer des Stadtarchivs.
"Wie freue ich mich über die vielen schönen Blumenwagen", schwärmte die gekrönte Weinkönigin, um in ihrem Weinspruch euphorisch anzufügen: "Was wurden wir doch mit einer schönen Heimat bedacht . . . Das Beste aber ist der Unkeler Wein!"
Beim Fest sorgten an diesem Tag die Bläser der KG Unkel, die niederländischen Stimmungsmacher Schöd um Laeg sowie die Band Da Capo für zünftige Unterhaltung. Unterbrochen wurde das Treiben nur, als Menschenscharen das Rheinufer bevölkerten, wollten sie sich das weitere Highlight, die Lampionfahrt mit "Vater Rhein" und spektakulärem Feuerwerk doch keinesfalls entgehen lassen.
"Unkeler Wein" stand am gegenüber liegenden Rheinufer feurig zu lesen, und feurig in allen Weingläsern und Pokalen auf dem Fest war auch der Wein vom Rhein und von der nahen Ahr.
Gestern, als die Königin mit Gefolge zunächst am Rheinufer anlegte und anschließend in einem farbenfrohen Festzug durch den Ort geleitet wurde, säumten etliche tausend Menschen Gassen, Straßen und Plätze gezählt. Svenja I. thronte in einer riesigen Rotweinflasche, die wie die anderen schönen Motivwagen aus unzähligen frischen Blüten gesteckt war. Kindergärten, Schule und Vereine beteiligten sich nebst einigen Musikformationen an dem prächtigen Umzug.
"Der liebe Gott ist nicht nur ein Rheinländer, er ist auch Unkeler", meinte eine junge Festbesucherin überzeugend. Auch sie muss eine Unkelerin gewesen sein . . .
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