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DFB in Köln

Löw setzt auf Podolski

Erstellt 06.09.10, 14:32h, aktualisiert 06.09.10, 15:57h

Zum Scherzen war Lukas Podolski vor seinem Heimspiel nicht aufgelegt. Der Spaßvogel weiß, dass er vor den Kölner Fans gegen Aserbaidschan auftrumpfen muss, wenn er seinen Stammplatz-Status im Fußball-Nationalteam gegen junge Konkurrenten wie Toni Kroos und Marko Marin behaupten möchte.

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Lukas Podolski spricht in Köln auf der Pressekonferenz des DFB.
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Lukas Podolski spricht in Köln auf der Pressekonferenz des DFB.
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Podolski und Co. beim Training der DFB-Auswahl vor dem Spiel gegen Aserbaidschan. (Bild: dpa)
Lukas Podolski
KÖLN - Zum Scherzen war Lukas Podolski vor seinem Heimspiel nicht aufgelegt. Der Spaßvogel weiß, dass er vor den Kölner Fans gegen Aserbaidschan auftrumpfen muss, wenn er seinen Stammplatz-Status im Fußball-Nationalteam gegen junge Konkurrenten wie Toni Kroos und Marko Marin behaupten möchte.

«Ich weiß selber, dass es gegen Belgien nicht optimal lief und ich besser spielen kann», räumte der Lokalmatador am Montag ein. Er gab sich aber auch selbstbewusst: «Wenn ich meine normale Form finde, wird es schwer, an mir vorbeizukommen.» Gerade defensiv hat er dazugelernt.

Podolski weiß den Bundestrainer hinter sich. «Lukas genießt bei uns ein großes Vertrauen, weil er immer wieder bei den Turnieren und den Länderspielen seine Qualitäten abrufen kann», sagte Joachim Löw und verwies auf die beachtliche Statistik des erst 25-Jährigen: «Er hat inzwischen 80 Länderspiele und hat 40 Tore erzielt.»

Löw beobachtet Podolski dennoch genau und fordert ihn heraus. «Ich bin überzeugt, dass er ein hervorragendes Spiel macht und auch im läuferischen Bereich ein ganz anderes Engagement an den Tag legt», sagte der Bundestrainer mit Blick auf das Spiel gegen Aserbaidschan, in dem Podolski vor heimischem Publikum natürlich beginnen darf. Aber der Bundestrainer lobte auch explizit den «für sein Alter reifen» Bayern-Youngster Kroos (20) und den flinken Bremer Dribbler Marin (21). «Auf der linken Seite haben wir Möglichkeiten», sagte Löw.

Podolski ist gefordert, will sich beweisen. «Ich ruhe mich nie aus.» Und er freut sich «besonders» auf sein drittes Länderspiel in Köln. Bei der Premiere 2005 gab es beim Confederations Cup einen 3:0-Sieg gegen Tunesien. Und vor drei Jahren beim 3:1 gegen Rumänien glückte ihm sogar sein erstes Länderspieltor im eigenen Stadion. «Wenn wir gewinnen, haben die Kölner was zum Freuen», sagte Podolski.

Mit seinem 81. Länderspiel zieht er am Dienstag mit seinem Vereinspräsidenten und Weltmeister von 1974, Wolfgang Overath, gleich. «Darüber bin ich erstmal froh», bemerkte Podolski. Wenn er so weiter macht, sind sogar die 150 Einsätze von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus erreichbar. Noch wiegelt Podolski bei dieser Marke ab: «Ich arbeite auf 100 Länderspiele hin.»

Auch in der ewigen deutschen Torschützenliste rangieren nur noch acht Akteure vor ihm. «Ich versuche Platz für Platz gutzumachen.» Der nächste auf seiner Liste ist übrigens Michael Ballack mit 42 Toren.

(dpa)



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