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Rheinuferböschung

Basaltsteine geben Böschung neuen Halt

Von Jaqueline Rasch, 03.09.10, 23:20h

Die Notwendigkeit, die Rheinuferböschung zwischen Widdig und Hersel zu sanieren, stellte niemand in Frage. Wie das allerdings geschehen soll das war so strittig, dass Anrainer auf Aussetzung klagten. Jetzt ist Recht gesprochen worden.

Widdiger „Rheinterrassen“
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Unterhalb der Widdiger „Rheinterrassen“ haben die Arbeiten begonnen. Gut 30 Meter schaffen die Fachleute pro Tag. (Foto: Böschemeyer)
Widdiger „Rheinterrassen“
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Unterhalb der Widdiger „Rheinterrassen“ haben die Arbeiten begonnen. Gut 30 Meter schaffen die Fachleute pro Tag. (Foto: Böschemeyer)
BORNHEIM - Die Notwendigkeit, die Rheinuferböschung zwischen Widdig und Hersel zu sanieren, stellte niemand in Frage. Wie das allerdings geschehen soll - mittels Begrünung oder Wasserbausteinen - das war so strittig, dass Anrainer auf Aussetzung klagten. Bis das Verwaltungsgericht entschied und ihnen letztlich widersprach gingen Monate ins Land. Jetzt ist Recht gesprochen, Basaltwasserbausteine sollen nach den Empfehlungen der Gutachter der Böschung neuen Halt verleihen. Zwei Mobilbagger arbeitet bereits in Höhe der „Rheinterrassen“, der Leinpfad ist gesperrt. Die dringende Sanierung verlangt Anrainern und Touristen einiges ab.

Hoher Wasserstand

ist günstig

„Im Moment nutzen wir die Gunst der Stunde, dass der Wasserstand des Rheins hoch ist“, sagt Rolf Schuhmacher, Baubevollmächtigter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit Sitz in Köln. Dann lassen sich die Basaltwasserbausteine im Uferbereich gut ablegen. Sinkt der Wasserstand wieder, soll im Bereich des Herseler Werths ein kleines Steinlager angelegt werden. Insgesamt 1,2 Kilometer Böschung werden saniert - mit Unterbrehungen dort, wo der Hang in Ordnung ist. Begonnen haben die Arbeiten am Zerrespfad, gearbeitet wird im so genannten Taktbereich mit 15-Meter-Stücken, bis ein zusammenhängendes Baufeld entsteht. Der aktuelle Bereich ist unproblematisch, sagt Schuhmacher, schwieriger wird es etwa auf der Hälfte der Strecke, wo die Böschung mit 45 Grad Neigung übersteil ist und stark bewachsen. Da kommen die Arbeiter nicht so schnell voran. 30 Meter schaffen die Fachleute jetzt pro Tag, dann werden es noch zehn bis 15 sein. Kommende Woche sollen sie den Altmühlpfad erreichen.

Bis Mitte November, so sieht es der Bauzeitplan vor, soll die Schüttung beendet sein. Mit einer speziellen Mischung aus Gräsern und Kräutern wird die Böschung noch eingegrünt, um den Boden zu durchwurzeln. Die Steine werden aber vorläufig zu sehen sein, erklärt Schuhmacher. Die Unwägbarkeit von Hochwasser eingerechnet soll die Uferböschung im April 2011 fertig sein. Der jetzt gesperrte Leinpfad, der von den Baufahrzeugen wohl beschädigt wird, soll dann noch eine neue Decke bekommen

„Wir müssen nicht nur den Leinpfad komplett, sondern auch den Rheinuferweg abschnittsweise sperren“, informiert Johannes Pieck, Geschäftsbereichsleiter Straßenverkehr bei der Stadt Bornheim. Frühzeitig wolle die Stadt die Anlieger jeweils darüber informieren. Teilweise seien dann die Häuser von den Anwohnern nur noch zu Fuß zu erreichen, Müllbehälter müssen zu Sammelstellen gebracht werden.

Obwohl die Arbeiten just erst begonnen haben gibts schon Schwierigkeiten mit allzu forschen Fußgängern, die „sogar im Schwenkbereich des Baggers herumklettern“, weiß Johannes Pieck. „Die Leute bringen sich in Gefahr“, sagt auch der Technische Beigeordnete Manfred Schier, und wenn etwas passiere, dann sei nicht die Stadt haftbar zu machen. Stichprobenartig wolle die Polizei den Bereich überprüfen. „Viele scheren sich nicht um Sperrungen“, so Schier, „aber im eigenen Interesse geht es bitte außen herum“.

Über Geld wird übrigens zurzeit nur am Rande gesprochen. Rund 2,5 Millionen Euro kostet die aktuelle Sanierung, für die es eine Vereinbarung zwischen Bund, Land und Kommune gibt. Auf jeden Fall wird abschließend gerichtlich geklärt, wer zahlen muss. Ob es bei den 2,5 Millionen bleibt, ist außerdem offen. Alle Beteiligten wollen sich im September in Köln zusammen setzen.



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