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Margarethenhöhe

Das Naturparkhaus muss umziehen

Von Carsten Schultz, 04.09.10, 07:03h

Das erst im April 2004 vom damaligen NRW-Ministerpräsidenten Peer Steinbrück eröffnete Naturparkhaus auf der Margarethenhöhe muss umziehen. Neues Domizil wird aller Voraussicht nach ein etwa doppelt so großer Neubau auf dem Grundstück des Forsthauses Lohrberg.

KÖNIGSWINTER - Das erst im April 2004 vom damaligen NRW-Ministerpräsidenten Peer Steinbrück eröffnete Naturparkhaus auf der Margarethenhöhe muss umziehen. Neues Domizil wird aller Voraussicht nach ein etwa doppelt so großer Neubau auf dem Grundstück des Forsthauses Lohrberg, das dem Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) gehört und in das der Verein zudem mit seiner Geschäftsstelle einziehen will. Diese Veränderungen kündigte Vorsitzender Herbert Krämer am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Traditionsvereins an. Er ist Träger des Naturparks Siebengebirge; ihm gehören rund 850 Hektar Wald im Naturschutzgebiet Siebengebirge.

Von einer „fantastischen Ausstellung“ hatte Peer Steinbrück Ende April 2004 gesprochen, als er das Naturparkhaus des VVS im Gebäude der früheren Friedrich-Naumann-Stiftung eröffnete (die Rundschau berichtete). Mit 161 000 Euro hatte das Land NRW das 250 000-Euro-Projekt bezuschusst. Im Jahr 2009 zählte der VVS 7670 Besucher in seinem ehrenamtlich gemanagten Naturparkhaus, im Jahr davor waren es 8300.

Jetzt aber läuft der Mietvertrag des Vereins in dem Gebäude auf der Margarethenhöhe zum 1. April 2012 aus, sagte Herbert Krämer. Das ebenfalls in dem Haus untergebrachte Unternehmen brauche die Räume. Deshalb überlege der Vorstand, mit seiner Geschäftsstelle in das quasi auf der anderen Straßenseite gelegene Forsthaus Lohrberg zu ziehen und auf dem Gelände an Stelle der heutigen Garagen ein neues Naturparkhaus zu bauen. Das frühere Wildgehege hinter dem Forsthaus könne als Ausstellungspark genutzt werden. Laut Krämer haben verschiedene Stiftungen und das Land ihre grundsätzliche Unterstützung signalisiert.

Während es von der Mitgliederversammlung zu dem Projekt keine Nachfragen gab, erklärte der VVS-Chef gegenüber der Rundschau, die Kosten für den Neubau seien derzeit noch nicht bekannt. „Jeder gibt unterschiedliche Auskünfte darüber, was ein Quadratmeter Ausstellungsfläche kostet“, so Herbert Krämer. Die Fläche soll statt bisher 100 rund 200 Quadratmeter (inklusive Schulungsraum) betragen. Laut Krämer gibt es Chancen, dass der Verein die Landesausstellung „Wildnis Siebengebirge“, die erstmals im Bonner Museum Alexander Koenig gezeigt wurde und derzeit in Teilen im Kreishaus in Siegburg zu sehen ist, dauerhaft übernehmen und mit seiner heutigen Ausstellung kombinieren kann. Probleme mit dem 161 000-Euro-Zuschuss des Landes NRW gebe es nicht: Die Fristbindung laufe nach zehn Jahren aus.

naturpark-siebengebirge.de



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