Dieter Hallervorden - Schauspieler, Kabarettist, Komiker, Theaterintendant. „Ein Narr gibt niemals auf“, sagt er, auch nicht mit 75. (Bild: dpa)
Dieter Hallervorden - Schauspieler, Kabarettist, Komiker, Theaterintendant. „Ein Narr gibt niemals auf“, sagt er, auch nicht mit 75. (Bild: dpa)
BERLIN - Ein Leben zwischen Kabarett und Chaos mit Nonsens als Methode - das prägte wohl den beruflichen Lebenslauf von Dieter Hallervorden. Der Schauspieler und Theaterleiter denkt nicht daran, die Hände in den Schoß zu legen. Gerade eröffnete er die zweite Spielzeit im Berliner Schlossparktheater, seiner zweiten Berliner Bühne neben den „Wühlmäusen“ am Funkturm. Die „Knallcharge“ mit Riesenerfolgen wie „Nonstop Nonsens“ ist nur die eine Seite des früheren scharfzüngigen Polit-Kabarettisten. Hallervorden hat auch seine schauspielerischen Qualitäten unter Beweis gestellt: zum Beispiel als eiskalter Killer in Wolfgang Menges spektakulärem TV-Thriller „Das Millionenspiel“ von 1970.
In seinen 2005 erschienenen Memoiren („Wer immer schmunzelnd sich bemüht“) erinnert Hallervorden an seine Erfolge mit TV-Rennern wie „Nonstop Nonsens“ von 1974 bis 1980, „Spott-Light“ (1994-2003) und Kinofilmen wie „Springteufel“. Er hatte Hits wie „Die Wanne ist voll“ oder „Mit dem Gesicht“, eine Anspielung auf sein zerknautschtes Markenzeichen. Auch heute noch beweist er als „altes Zirkuspferd“ berufliches Stehvermögen und eröffnete vor einem Jahr das Berliner Schlossparktheater wieder. Keine leichte Aufgabe. Aber: „Ein Narr gibt niemals auf“, auch nicht mit 75. (dpa)