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Chaos auf Straßen

Gefahr durch „Navis“

Von Jan Wördenweber, 04.09.10, 07:00h

Navigationsgeräte sind eine praktische Erfindung, können aber auch für Chaos auf den Straßen sorgen. Vor dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Aserbaidschan sollten Besucher ihr „Navi“ besser ausschalten.

Navigationssystem
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Manchmal sollte man das "Navi" einfach aus lassen. (Bild: dpa)
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Manchmal sollte man das "Navi" einfach aus lassen. (Bild: dpa)
Köln - Normalerweise ist so ein Navigationsgerät eine tolle Sache: Autofahrer aus allen Himmelsrichtungen führt es direkt zum Zielort. Sind es aber gleich Zigtausende, die dem kleinen Lotsen vertrauen, ist das Chaos programmiert. Zumindest rund um Müngersdorf, wo sich der Verkehr ohnehin fast immer staut, wenn im Rheinenergie-Stadion Fußball angesagt ist. Vor dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Aserbaidschan appellieren die Kölner Sportstätten deshalb an alle Autofahrer, ihr „Navi“ auszuschalten, wenn sie sich am Dienstagabend Müngersdorf nähern. „Stattdessen sollte man sich vom Parkleitsystem, das jeweils mit den aktuellsten Informationen gespeist ist, zum nächsten freien Platz lotsen lassen“, erklärt Sportstätten-Sprecher Hubert Röser. Ab 16.45 Uhr sind die Parkplätze geöffnet, Anpfiff im Stadion ist um 20.45 Uhr.

Deutsches Team ab heute im Interconti

Für die Anreise werden vor allem Bus und Bahn empfohlen, zumal der Fahrpreis im Verkehrsverbund Rhein-Sieg in der Eintrittskarte enthalten ist. Die Kölner Verkehrs-Betriebe setzen ab 18.15 Uhr Sonderzüge ab Neumarkt-Nordseite ein. Ebenso wird der Betrieb auf der Strecke zwischen Weiden-West und dem Stadion verstärkt.

Für die Kölner Sportstätten, die das Stadion betreiben, ist das Länderspiel ein lukratives Geschäft. Rund 500 000 Euro gibt es vom Deutschen Fußball-Bund für Miete und sonstige Leistungen. Der Gastgeber hat alle Anforderungen erfüllt: Die Stehplätze der Nord- und Südtribüne sind mit Sitzschalen versehen worden. Zudem ist die Bandenwerbung des 1. FC Köln verschwunden, stattdessen bekommen die Partner des DFB ihre Werbeflächen. Wer eine Loge gemietet hat, muss wie bei Rock-und Popkonzerten draufzahlen: Der Jahrespreis gilt nämlich nur für die Heimspiele des FC.

Die deutsche Nationalmannschaft wird am heutigen Samstag in ihrem Kölner Stammquartier, dem Hotel Intercontinental an der Pipinstraße, erwartet. Für den Abend haben Podolski und Co. Karten für den Boxkampf mit Felix Sturm in der Lanxess-Arena. Deutschlands Gegner, das Team von Aserbaidschan mit seinem Trainer Berti Vogts, residiert im Holiday Inn am Stadtwald.



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