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Gladbacher Innenstadt

Regionale unter Abspeckzwang

Von Gisbert Franken, 03.09.10, 23:20h

Zwei Schritte vor, einer zurück. So rückt die Realisierung der Regionale 2010 allmählich auf die Gladbacher Innenstadt zu. Im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr wurde jetzt der erste Maßnahmebeschluss gefällt.

Regionale-Projekt
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Ring-Skulptur am Regionale-Projekt Steinmüller in Gummersbach: Ähnlich sollte auch der Driescher Kreisel inszeniert werden. (Bild: Arnold)
Regionale-Projekt
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Ring-Skulptur am Regionale-Projekt Steinmüller in Gummersbach: Ähnlich sollte auch der Driescher Kreisel inszeniert werden. (Bild: Arnold)
Bergisch Gladbach - Im Oktober soll der Ausbau des Bahnhofsvorplatzes beginnen. Sobald das alte Abfertigungsgebäude abgebrochen ist, soll an seiner Stelle ein kleiner Hain angepflanzt werden. 13 Linden als Vorgeschmack auf das künftige Baumdach kündigte Projektbeauftragter Jürgen Kurz dem Ausschuss an. Auf das „Himmelsauge“, die Wasserfläche, die dieses Waldviereck laut Wettbewerbsentwurf beleben soll, wird jedoch aus Kostengründen zunächst verzichtet: Die Anschlüsse werden verlegt, die Fläche wird freigehalten, statt Wasserspiel soll jedoch ein multifunktionales Spielgerät, ein so genannter „Wipp-Hüpfring“, vorerst für einen Akzent sorgen. Auch die Pflasterung der bordsteinumkränzten und plattformartig leicht erhöhten Baumfläche wird zurückgestellt, da über die Art des Pflasters noch keine Entscheidung getroffen wurde. Möglicherweise soll es auch dauerhaft bei der wassergebundenen Decke bleiben, die zunächst für Trittfestigkeit unter den Linden sorgen soll.

Allgemein aufgemerkt wurde, als Kurz die Möglichkeit streifte, dass die ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallene Radstation vielleicht doch realisiert werden könnte. Die Verwaltung arbeite jedenfalls an entsprechenden Überlegungen, so Kurz. Auf jeden Fall soll die vorgesehene Lage der Radstation am westlichen Bahnsteigzugang auch Standort eines zentralen Fahrradständers bleiben.

Etwa 60 000 Euro soll das Bahnhofs-Startpaket nun noch kosten - in der Vorlage standen noch 90 000, was die Dynamik des Abspeckprozesses beweist. Dieser Dynamik entkam auch nicht der Vorschlag, den Driescher Kreisel durch eine Skulptur in Form eines „schwebenden“ Kreisrings mit Effektbeleuchtung zu gestalten: Das 40 Zentimeter hohe Band, das in 1,50 Meter Höhe den Rand der Kreiselinnenfläche säumen sollte, hätte mit fast 200 000 Euro zu Buche geschlagen (davon müssten noch über 83 000 bei Sponsoren zusammengebettelt werden). Der Bürgermeister hatte die Vorlage bereits zurückgepfiffen, als sie bekannt wurde, doch das war zu spät, um den Aufschrei aus allen Fraktionen zu verhindern: „Instinktlos“ war noch einer der harmlosesten Ausdrücke, mit denen Politiker aus allen Parteien das kostspielige Vorhaben traktierten.

Ganz andere Summen standen dagegen bei der Vorstellung der Strundeöffnung im Raum: Das Projekt kostet brutto 8,7 Millionen Euro, davon sind 5,8 Millionen allein für den Hochwasserschutz vorgesehen. Die an der Oberfläche sichtbare Niedrigwasserrinne erfordert etwa eine Million.



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