Von Gisbert Franken, 03.09.10, 23:20h
Allgemein aufgemerkt wurde, als Kurz die Möglichkeit streifte, dass die ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallene Radstation vielleicht doch realisiert werden könnte. Die Verwaltung arbeite jedenfalls an entsprechenden Überlegungen, so Kurz. Auf jeden Fall soll die vorgesehene Lage der Radstation am westlichen Bahnsteigzugang auch Standort eines zentralen Fahrradständers bleiben.
Etwa 60 000 Euro soll das Bahnhofs-Startpaket nun noch kosten - in der Vorlage standen noch 90 000, was die Dynamik des Abspeckprozesses beweist. Dieser Dynamik entkam auch nicht der Vorschlag, den Driescher Kreisel durch eine Skulptur in Form eines „schwebenden“ Kreisrings mit Effektbeleuchtung zu gestalten: Das 40 Zentimeter hohe Band, das in 1,50 Meter Höhe den Rand der Kreiselinnenfläche säumen sollte, hätte mit fast 200 000 Euro zu Buche geschlagen (davon müssten noch über 83 000 bei Sponsoren zusammengebettelt werden). Der Bürgermeister hatte die Vorlage bereits zurückgepfiffen, als sie bekannt wurde, doch das war zu spät, um den Aufschrei aus allen Fraktionen zu verhindern: „Instinktlos“ war noch einer der harmlosesten Ausdrücke, mit denen Politiker aus allen Parteien das kostspielige Vorhaben traktierten.
Ganz andere Summen standen dagegen bei der Vorstellung der Strundeöffnung im Raum: Das Projekt kostet brutto 8,7 Millionen Euro, davon sind 5,8 Millionen allein für den Hochwasserschutz vorgesehen. Die an der Oberfläche sichtbare Niedrigwasserrinne erfordert etwa eine Million.
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