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Begegnungsfest

Die kulturelle Vielfalt Bonns erlebt

Von Daniela Vogt, 05.09.10, 22:13h

Exotisches aus aller Herren Länder, Tänze, Kostüme: Auf der Großen Blumenwiese in der Rheinaue fand am Samstag erstmals das „Internationale und interkulturelle Kultur- und Begegnungsfest" statt.

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Eine Tanzgruppe des Vereins der Tibeter in Deutschland trat beim Begegnungsfest auf. (Foto: Matthias Kehrein)
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Eine Tanzgruppe des Vereins der Tibeter in Deutschland trat beim Begegnungsfest auf. (Foto: Matthias Kehrein)
BONN - Exotisches aus aller Herren Länder, Tänze, Kostüme: Auf der Großen Blumenwiese in der Rheinaue fand am Samstag erstmals das „Internationale und interkulturelle Kultur- und Begegnungsfest" statt. Ein buntes Bühnenprogramm und Stände boten den ganzen Tag ein abwechslungsreiches Programm, um die kulturelle Vielfalt Bonns zu erleben. Überall duftete es nach Speisen ferner Länder. Es gab Currys, Sushi, Klebreiskuchen und Paella sowie unterschiedlichste exotische Getränke von Datteltee bis Chicha. Doch auch Kunsthandwerk, Schmuck und landestypische Bekleidung verschiedener Nationen wurden zum Verkauf angeboten.

Rund 100 internationale und interkulturelle Gruppen, Initiativen, Vereine und Ländergesellschaften sowie Migrantenorganisationen präsentierten sich, um über ihre Arbeit zu informieren. Viele muslimische Organisationen waren jedoch nicht vertreten - noch bis zum 8. September dauert der Fastenmonat Ramadan.

Auf der Bühne wurde getanzt, gesungen und musiziert. Zudem hat der Stadtsportbund ein internationales Fußballturnier veranstaltet. Spiel-, Mal- und Bastelangebote gab es für die kleinen Gäste.

Die Veranstaltung ist entstanden aus der Zusammenlegung des „Internationalen Begegnungsfestes - spielend verstehen" mit dem „Tag der interkulturellen Begegnung". Als Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch das Fest offiziell um 15 Uhr eröffnet hat, wies er darauf hin. Der große Zulauf gebe der Stadt recht, die beiden Feste verbunden zu haben.

Der Integrationsrat verlieh am Samstag den Integrationspreis. Vorsitzende Safiye Temizel sagte, der Jury sei es nicht leicht gefallen, sich aus 30 Bewerbungen zu entscheiden. „Mit der Wahl der Preisträger wollen wir auf die Bandbreite des Engagements aufmerksam machen", erklärte sie. Die Jury vergab einen 1. und zwei 2. Plätze, die sich die mit insgesamt 1600 Euro dotierte Auszeichnung teilen. Der erste Preis in Höhe von 800 Euro ging an MediNetz Bonn. Der Verein, der Menschen ohne Aufenthaltsstatus kostenlose medizinische, psychologische und zahnmedizinische Behandlung anbietet, überzeugte die Entscheider. Die beiden zweiten Plätze teilen sich der Verein „Ausbildung statt Abschiebung" sowie Saico Baldé, der sich vielfältig für interkulturelles Miteinander engagiert. Allen anderen Teilnehmern, die sich mit Projekten und Aktivitäten beworben hatten, den Preis aber nicht bekommen haben, dankte Safiye Temizel: „Auch Ihren Einsatz erkennen wir ausdrücklich an!"



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