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Einkaufszentrum

Investorpläne sind geplatzt

Erstellt 06.09.10, 07:03h

Bei der Bornheimer Gewerbeschau erklärte Norbert Nettekoven, dass die Düsseldorfer Firma ITG mitgeteilt habe, dass sie ihr Projekt eines großen Einkaufszentrums auf dem Gelände des Toom-Marktes in Roisdorf nicht weiter verfolgen werde.

BORNHEIM - Für den Vorsitzenden des Gewerbevereins Bornheim, Norbert Nettekoven, ein Grund zu großer Zufriedenheit, für seinen Kollegen Harald Stadler, Ortsvorsteher in Roisdorf, eine „verpasste Chance“: Bei der Begrüßung der Ehrengäste bei der Bornheimer Gewerbeschau erklärte Norbert Nettekoven, dass die Düsseldorfer Firma ITG am Freitag mitgeteilt habe, dass sie ihr Projekt eines großen Einkaufszentrums auf dem Gelände des Toom-Marktes in Roisdorf nicht weiter verfolgen werde. Nettekoven erklärte dazu: „Damit ist die existenzielle Bedrohung für die Geschäfte im Bornheimer Zentrum, aber auch für die in Hersel, Roisdorf und Alfter zunächst abgewendet. Unser Kampf ist also belohnt worden, aber noch keineswegs zu Ende: Nun gilt es, die Bau- und Erweiterungspläne des Eigentümers des Toom-Geländes kritisch zu begleiten.“

Harald Stadler sieht das ganz anders. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte der Roisdorfer Ortsvorsteher: „Ich bedauere sehr, dass sich der mögliche Investor ITG und der Besitzer des Toom-Geländes offensichtlich nicht einigen konnten. Nun, so etwas passiert in der Wirtschaft, die Politik hat das zur Kenntnis zu nehmen. Es ist auf jeden Fall eine verpasste Chance und ein Nachteil für die Stadt Bornheim. Im Gegensatz zu meinem Kollegen Nettekoven sehe ich die Errichtung eines großen Einkaufzentrums auf dem Toom-Gelände als Ergänzung für den Einzelhandel in Bornheim und nicht als Zerstörung.“ Wie berichtet, plante die Firma ITG ein 20 000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum mit großflächigen Geschäften wie einem Elektronikmarkt, einem Bekleidungsanbieter in der Größenordnung von C & A oder H & M einem Sportfachmarkt und einem Drogeriehandel. Dagegen regte sich alsbald Widerstand. Diese „große Lösung“ gilt für die Politker als schädlich, weil sie auch das bestehende Verkehrsnetz in Roisdorf völlig überfordere. Machbar seien allenfalls 15.000 Quadratmeter plus Gastronomie und zwei Kreisverkehren.

Neben dieser Nachricht verblasste gestern zunächst die Bornheimer Gewerbeschau - zu Unrecht. Die Bornheimer Gewerbeschau hat mit den fast 70 Händlern, die ihre Ware entlang der Königstraße und auf dem Peter-Hausmann-Platz angeboten haben, gestern alle bisherigen Veranstaltungen übertroffen. Rund 15 Händler konnte sie für ihr Fest neu dazu gewinnen.

„Ich bin begeistert", meinte etwa Luise Möller aus Erftstadt. Schon früh waren sie und ihr Mann nach Bornheim gekommen. „Hier macht das Einkaufen Spaß", so ihr Fazit. Dem stimmte auch Melanie Wittling (29) zu. „Schön ist das Wetter und toll sind die Angebote hier", sagte sie. Ihr gefiel auch, dass alle Händler einfach gut drauf waren. Gut kam auch die Bornheimer Kirmes an, die wie Möller sagte, „wunderbar in die Gewerbeschau integriert und aufgrund ihrer überschaubaren Größe einfach liebenswert ist". Ein ganz besonderer Renner war die Achterbahn, die bereits zum zweiten Mal beim Kö-Fest aufgebaut wurde. Kleine Schmuckstücke, duftende Seife, hochwertige Geschenkartikel, gute Tipps für Haus und Hof, große und kleine Fahrzeuge bis hin zum Bagger - die Angebotsplatte war groß.

Auch die Kinder kamen nicht zu kurz. Neben den Kirmesattraktionen bot sich ihnen auf dem Peter-Hausmann-Platz die Möglichkeit, angeschnallt auf dem Trampolin hoch in die Lüfte zu fliegen oder die aufgestellte Kletterwand zu erklimmen. Einige Schritte weiter auf der Bühne sorgte die Coverband Decoy aus Köln für Stimmung. Auch die „Sweet-Kisses", die sich bereits als Vizeweltmeister im Showtanz einen Namen in der Szene gemacht haben, begeisterten die Gäste. (al / mkl)



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