Schriftgröße

3. Wettbewerb der Zuckerkunst

Schwäne verpassten das Treppchen

Von Klaus Heuschötter, 07.09.10, 07:00h

Jennifer Wehrhahn ist eine von sechs angehenden Konditorinnen, die am Montag zum 3. Wettbewerb der Zuckerkunst im Hennefer Carl-Reuther-Berufskolleg angetreten sind. Die 16-Jährige hat gerade ihr zweites Lehrjahr begonnen.

Zuckerwettbewerb
Bild vergrößern
Man sollte das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Ähnlich ist’s beim Zucker. Rotlicht hält die Masse auf Modelliertemperatur. (Foto: Mischka)
Zuckerwettbewerb
Bild verkleinern
Man sollte das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Ähnlich ist’s beim Zucker. Rotlicht hält die Masse auf Modelliertemperatur. (Foto: Mischka)
HENNEF - Unterm Rotlicht entstehen wahre Kunstwerke. Jennifer Wehrhahn hat zwei Schwäne geformt, die auf einem Teich schwimmen, am Rand hockt ein Frosch. Seerosen und Schilf vervollständigen das Idyll, das sich vor allem durch eines auszeichnet: Alles ist aus Zucker.

Jennifer Wehrhahn ist eine von sechs angehenden Konditorinnen, die gestern zum 3. Wettbewerb der Zuckerkunst im Hennefer Carl-Reuther-Berufskolleg angetreten sind. Die 16-Jährige hat gerade ihr zweites Lehrjahr begonnen, Ausbildungsbetrieb ist die Konditorei Fassbender in Siegburg. „Das ist meine Welt“, ist sich die junge Frau sicher, den richtigen Beruf gewählt zu haben. Während sie gestern ein „Heimspiel“ hatte, besuchen ihre fünf Konkurrentinnen die Berufsschule in Köln-Ehrenfeld.

Schulübergreifend haben seit März sechs Zuckerkurse in Hennef stattgefunden. Unter Leitung von Konditormeister Heiner Krautscheid lernten die Teilnehmer, wie die süßen Schaustücke, die zum Aufessen viel zu schade sind, hergestellt werden. Die Zusatzqualifikation bekamen sie mit einem Zertifikat bestätigt.

Auf 160 Grad wird der Zucker erhitzt. Dann karamellisiert er und kann in die gewünschte Form gegossen, gezogen oder geblasen werden. Eine heiße Angelegenheit. Bei einer Verarbeitungstemperatur von 80 Grad holt man sich schnell mal eine Brandblase an den Fingern.

Vor allem Geschicklichkeit ist gefragt bei der Zuckerkunst. „Außerdem muss man künstlerisch begabt sein und Ideen haben“, erklärt Krautscheid. Für den Wettbewerb um Pokale und Urkunden war das Thema „Natur“ vorgegeben. Die Jury bestand aus dem Schirmherrn Emil Eyermann, Konditormeister Johannes Neuenhöfer, Rudolf Schöner von der Konditoren-Innung Köln / Bonn, dem Hennefer Berufskollegleiter Günther Au und dem Kölner Kollegchef Dieter Kesting. Bei der Bewertung der Zuckerkunstwerke achteten sie auf den handwerklichen Schwierigkeitsgrad, die Umsetzung des Themas und die Farbgestaltung. Zudem zählte das Gesamtbild.

Neun Stunden hatten die jungen Frauen Zeit. Jennifer Wehrhahns Teichlandschaft schaffte es leider nicht aufs Treppchen. Den 1. Platz machte Tina Viehohn von der Konditorei Hecker in Gummersbach. Rang 2 und 3 belegten Karen Kellermann und Anja Diederich, die beide im Kölner Café Reichard am Dom lernen. Mithin bleibt der Wanderpokal, der an die Berufsschule der Siegerin geht, ein weiteres Jahr in Köln-Ehrenfeld.



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Anzeige




Rundschau-Spezial


Rundschau-Wahl


Bildergalerien


Handball exklusiv



Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Rundschau-Service


Rundschau-Service


rundschau-schulfinder

Finden Sie die passende Schule für Ihr Kind

Stadt:
und
PLZ:
und / oder Schulform
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Gesamtschule


Lokalsport


Rundschau-Forum


RHEINLAND WETTER


Top-Links (Anzeige)



Extra