Erstellt 07.09.10, 07:03h
Kaum verwunderlich ist es da, dass das Heidefest, zu dem die Experten der Wahner Heide immerhin nur alle vier Jahre einladen, zum hervorragend besuchten Ereignis avancierte: Rund 1000 Menschen informierten sich jetzt über das so außergewöhnliche Naturschutzgebiet. Kinder freuten sich über Kutsch- und Eselfahrten und alle gemeinsam nutzten die Gelegenheit, Produkte der Heide zu verkosten: Brombeerwein, Himbeergelee, Honig. „Früher haben die Menschen nahe der Wahner Heide davon sogar gelebt“, erklärt Sticht, „aber auch wenn das heute nicht mehr geht - die Erzeugnisse sind immer noch hervorragend.“
Auch der Diplombiologe und Schäfermeister Thomas Stumpf könnte von seiner 300 Tiere zählenden Ziegenherde allein nicht leben. „Ich bin die Ausgleichsmaßnahme des Flughafens“, schildert er schmunzelnd seinen Auftrag. „Eine Kulturlandschaft darf man nicht sich selbst überlassen.“ Seine Ziegen, zudem Glan-Rinder oder Schafe von anderen Höfen, helfen dabei, die Landschaft zu beweiden. „Ohne diese Quersubventionierung wären meine Produkte für die normale Familie nicht bezahlbar.“ So aber hat Stumpf treue Kunden: „Viele Menschen bringen aus Portugal oder Griechenland ihr Faible für Ziegenfleisch mit“, reichte er Keulen oder Schultern vom Zicklein beim Heidefest, dazu Frisch- und Hartkäse über den Tresen. (dst)
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