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Zug übersehen

Abkürzung endet tragisch

Von Bernd Rosenbaum und Wolfgang Mrziglod, 07.09.10, 07:00h, aktualisiert 07.09.10, 12:36h

Ein 28 Jahre alter Mann steht am auf dem Bahnsteig 1 des Brühler Bahnhofes. Plötzlich klettert er an der Bahnsteigkante herunter und will direkt über die Gleise auf den Bahnsteig 2 wechseln. Dabei übersieht er den herannahenden Intercity.

Unfall
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Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 3“ wurde der lebensgefährlich Verletzte nach der notärztlichen Erstversorgung am Brühler Bahnhof in die Bonner Uni-Kliniken geflogen. (Bild: Rosenbaum)
Unfall
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Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 3“ wurde der lebensgefährlich Verletzte nach der notärztlichen Erstversorgung am Brühler Bahnhof in die Bonner Uni-Kliniken geflogen. (Bild: Rosenbaum)
BRÜHL - Montagnachmittag, 14.30 Uhr. Ein 28 Jahre alter Mann aus Bonn steht auf dem Bahnsteig 1 des Brühler Bahnhofes. Plötzlich klettert er an der Bahnsteigkante herunter und will direkt über die Gleise auf den Bahnsteig 2 in Richtung Köln wechseln. Dabei übersieht er den herannahenden Intercity 2863.

Der Triebwagen des Zuges, der üblicherweise mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 Kilometern pro Stunde den Bahnhof passiert, erfasst den jungen Mann und schleudert ihn auf den Bahnsteig 2.

Dort bleibt der Mann mit schwersten Verletzungen am Kopf und an beiden Beinen liegen. Augenzeugen verständigen sofort die Feuerwehr, die mit insgesamt vier Lösch- und Rettungsfahrzeugen und 17 Einsatzkräften der hauptamtlichen Wache und vom Löschzug Brühl der Freiwilligen Feuerwehr zum Bundesbahnhof ausrückt.

Das in Lebensgefahr schwebende Unfallopfer wird vom inzwischen gesperrten Bahnsteig hinunter in den Rettungswagen gebracht, wo der Notarzt, unterstützt von der Besatzung des zwischenzeitlich eingetroffenen Rettungshubschraubers „Christoph 3“ den Mann soweit versorgt, dass er für den Transport ins Krankenhaus bereit ist. Der Helikopter fliegt den Verletzten in das Uni-Klinikum Bonn.

Auch der Lokführer muss wegen eines Schocks ärztlich behandelt werden.

Gegen 16 Uhr konnte der von der Bundespolizei gesperrte Bahnhof wieder freigegeben werden. Nach Auskunft der Pressestelle der Deutschen Bahn AG wurde der Fernverkehr rechtsrheinisch umgeleitet, wobei die Züge dann in Bonn-Beuel hielten. Die Nahverkehrszüge, die in dieser Zeit über Brühl gefahren wären, endeten im Kölner Hauptbahnhof oder in Bonn.



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