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Großes Ereignis

Teamarbeit in der Gemeinde

Von Dieter Wolf, 07.09.10, 07:03h

Eigentlich mochte Christoph Hittmeyer kein großes Aufheben um seine Person und seine Einführung in das Amt des neuen Gemeindepfarrers in Stommeln machen. Kein „Hochamt“ solle es werden, eher eine „kleine Messe“.

PULHEIM - Eigentlich mochte Christoph Hittmeyer kein großes Aufheben um seine Person und seine Einführung in das Amt des neuen Gemeindepfarrers in Stommeln machen. Kein „Hochamt“ solle es werden, eher eine „kleine Messe“.

Doch die offizielle Einführung von Pastor Christoph Hittmeyer wurde zu einem großen Ereignis. Die Kirche St. Martinus war überfüllt, selbst Stehplätze waren rar. Vereine waren gekommen, allen voran die Schützenbruderschaft St. Hubertus, um dem neuen Pfarrer die Hand zu reichen.

Gerade der Aspekt der Handreichung durchzog als roter Faden Hittmeyers erste Predigt als Hirte der Gemeinde Stommeln und Stommelerbusch. „Keine Kriege“ sollen in der Gemeinde gegeneinander geführt werden. Gemeinsames Handeln sei sein oberster Wunsch. Dazu müsse man sich aufraffen. Selbst um den Gottesdienst zu besuchen, müsse „der innere Schweinehund“ besiegt werden. Er versprach, mit allen Funktionsträgern der Gemeinde im Team zu arbeiten.

Hittmeyer trat die Nachfolge des beliebten Pfarrers Walter Schmickler an, der nicht nur als Schützenkönig oder Prinz im Stommelner Dreigestirn auf sich aufmerksam gemacht hat, sondern die Sache der Ökumene engagiert vertreten hatte, weshalb er auch Kritik einstecken musste.

Christoph Hittmeyer wurde 1963 in Köln geboren. Zusammen mit vier Schwestern und einem Bruder wuchs er in Köln-Longerich auf. Vor 16 Jahren wurde er von Kardinal Joachim Meisner zum Priester geweiht. Lange arbeitete er in Langenfeld und Köln-Niehl. Bis zum August 2010 hat er in Hochdahl bei Düsseldorf gewohnt und gearbeitet.

Die Ökumene als Herzensangelegenheit

Auch für ihn sei die Ökumene eine Herzensangelegenheit, sagte Pfarrer Hittmeyer. Er kenne schließlich beide Seiten: Seine Mutter ist katholisch, der Vater, der ihn im Glauben stark prägte, war evangelisch, konvertierte aber später zum Katholizismus. Die Einheit der Christenheit strebe er zwar an, möchte aber keinen „Einheitsbrei“, so Hittmeyer: „Man sollte schon seinen Standpunkt vertreten.“

Nach eigenem Befinden fühlt er sich seinem Namenspatron St. Christophorus verpflichtet. So feiere er „eigentlich“ keine Geburtstage, vielmehr seinen Namenstag am 24. Juli. „Meistens ist das Wetter dann schön, und ich kann gut feiern.“



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