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Geschichte

Jüdische Spuren sollen Weltkulturerbe werden

Erstellt 06.09.10, 23:18h

Geht es nach dem Willen der Verantwortlichen der Archäologischen Zone Kölns, sollen die archäologischen Spuren der jüdischen Geschichte bald zum Weltkulturerbe zählen. Dazu will man sich mit anderen Städten, die sich auch für die Bewahrung ihrer jüdischen Geschichte einsetzen, um die Anerkennung bei der Weltkultur-Organisation bemühen.

Köln - Die archäologischen Spuren der jüdischen Geschichte in Köln sollen nach dem Willen der Verantwortlichen der Archäologischen Zone Köln und der Stadt bald Weltkulturerbe werden. Bei verschiedenen Vorträgen zum diesjährigen „Europäischen Tag der Jüdischen Kultur“ im Rathaus sagte Kulturdezernent Prof. Georg Quander: „Es ist ein Manko, dass es die jüdischen Stätten in Köln noch nicht auf die Liste der Unesco geschafft haben". Zwar seien die Bewerbungsvoraussetzungen komplex, dennoch werde man sich mit anderen deutschen Städten, die sich in ähnlicher Form für die Bewahrung ihrer jüdischen Geschichte einsetzen, um die Anerkennung bei der Weltkultur-Organisation bemühen.

In den Vorträgen wurde allerdings deutlich, dass der durch den Rat beschlossene Bau der Archäologischen Zone und des integrierten Jüdischen Museums auf dem Rathausvorplatz nach wie vor auf wackligen Beinen steht. „Wir warten noch auf die finanzielle Unterstützung vom Land oder der Europäischen Union. Alleine können wir das Projekt nicht stemmen“, sagte Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes. Dr. Sven Schütte, Leiter der Archäologischen Zone, in der unter anderem die Reste einer jüdischen Mikwe, einer Synagoge, eines Tanzhauses und einer Bäckerei freigelegt wurden, informierte anschließend über bisherige Funde und schilderte die Notwendigkeit eines Bauprojektes über der Ausgrabungsstätte: Allein für die Erhaltung der freigelegten Gebäude sei ein klimatisierter und wetterfester Überbau von großer Bedeutung. Zum Abschluss der Veranstaltung gab der Architekt des Neubauprojektes, Prof. Nikolaus Hirsch, einen Einblick in die Planungen. So soll das Gebäude vom Alter Markt betreten werden können, zum Wallraf-Richartz-Museum ist ein angemessener Abstand vorgesehen. Zum Baubeginn fehle nur das Finanzierungskonzept. (hvi)



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