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6,4 Millionen

Neues Hallenbad in Oberpleis wäre billiger

Erstellt 08.09.10, 07:03h

Der Neubau eines Hallenbades in Oberpleis wäre fast eine Million Euro billiger als ein Neubau am Rheinufer in der Altstadt. 6,4 Millionen Euro würde das Bad kosten, wenn es auf Teilen des alten Oberpleiser Sportplatzes gebaut würde.

KÖNIGSWINTER - Der Neubau eines Hallenbades in Oberpleis wäre fast eine Million Euro billiger als ein Neubau am Rheinufer in der Altstadt. 6,4 Millionen Euro würde das Bad kosten, wenn es auf Teilen des alten Oberpleiser Sportplatzes neben dem privaten Freizeitzentrum Siebengebirge gebaut würde; 7,2 Millionen Euro würde ein Schwimmbad kosten, wenn es auf der Grünfläche neben dem Arbeitnehmerzentrum (AZK) in Königswinter-Tal entstünde.

Diese Zahlen legt die Stadtverwaltung dem zuständigen Sportausschuss vor, der in seiner nächsten Sitzung eine Entscheidung treffen muss. Die Stadt schlägt den Politikern zwei Alternativen vor: Entweder beauftragt er die Verwaltung, für das Oberpleiser Projekt einen Bauvorbescheid vorzubereiten. Oder er beauftragt sie, für das Projekt am Rheinufer ein Vergabeverfahren in die Wege zu leiten. In jedem Fall wird es - auch angesichts des oft diskutierten Berg-Tal-Konflikts - keine einfache Entscheidung. Und in jedem Fall wird es, das war schon vor Monaten betont worden, eine europaweite Ausschreibung geben müssen.

Wie die Rundschau berichtete, hatte der Sportausschuss im April eine rund 42 000 Euro teure Untersuchung beschlossen, um die beiden Alternativen zu vergleichen. Eigentlich hatte sich der Stadtrat im Dezember 2008 für einen Hallenbad-Neubau am Rhein ausgesprochen, der das völlig marode städtische Lemmerzhallenbad am Schulzentrum ersetzen soll. Im März dieses Jahres hatte dann aber die Familie Rösgen, seit 1984 Betreiber des Saunaparks Siebengebirge mit seinem Freibad „Strandgarten“, der Stadt ein „Angebot zur Errichtung und zum Betrieb eines Hallenbades in Königswinter-Oberpleis" gemacht. Seither ruht die Vorbereitung für ein Vergabeverfahren für den Bau und Betrieb des Hallenbades am Rhein, dessen Kosten im April auf 7,2 bis 8,4 Millionen Euro geschätzt worden war.

Nach Angaben der Stadt sieht die Berechnung für das Oberpleiser Projekt ein Lehrschwimmbecken, ein 25-Meter-Wettkampfbecken, einen Planschbereich, Umkleiden, Duschen und Toiletten vor. Teile der Sportplatzflächen, die für den Neubau nötig wären, könnten an anderer Stelle ausgeglichen werden.

Unter dem Strich soll diese Lösung rund 800 000 Euro preiswerter sein als die Altstadtplanung. „Allerdings ist bei der Abwägung“, so steht es in der Unterlagen für den Sportausschuss, „auch zu berücksichtigen, dass die Rheinlage aufgrund ihrer höheren Attraktivität voraussichtlich zu höheren Besucherzahlen führen wird.“ Die Stadt rechnet mit einem Besucherzuwachs von zwei Prozent.

Das derzeitige Hallenbad am Schulzentrum in der Altstadt wird seit Jahren vom privaten Schwimmtreff betrieben und zählt rund 130 000 Besucher im Jahr. Das Hallenbad im Schulzentrum Oberpleis, das zuletzt nur Schulen und Vereinen zur Verfügung stand, wurde 2008 geschlossen; an seiner Stelle entstanden die Mensa und das Selbstlernzentrum. (csc)

Sportausschuss, Mittwoch, 15. September, 17 Uhr, Rathaus Oberpleis.



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