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Schloss Bensberg Classics

Autoschätze vor dem Grandhotel

Von Wendelin Sandkühler, 08.09.10, 07:06h

„Wir sind der schönste Kreis in NRW“, ist Landrat Rolf Menzel überzeugt. Deshalb nutze er gern die Gelegenheit, die Region den Oldtimer-Liebhabern aus Europa zu präsentieren, die am Wochenende zu den „Schloss Bensberg Classics“ anreisen.

Oldtimer-Schätze
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Oldtimer-Schätze präsentieren Landrat Rolf Menzel, Hoteldirektor Andreas Schmitt und Händlervertreter Georg Daubenbüchel. (Foto: Daub)
Oldtimer-Schätze
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Oldtimer-Schätze präsentieren Landrat Rolf Menzel, Hoteldirektor Andreas Schmitt und Händlervertreter Georg Daubenbüchel. (Foto: Daub)
BENSBERG - Menzel ist Schirmherr der Veranstaltung, die die Althoff Hotel Collection im vergangenen Jahr gemeinsam mit Hauptsponsor VW und anderen Partnern ins Leben rief.

„1200 Besucher kamen 2009 zum Schloss Bensberg“, sagt Hotelchef Andreas Schmitt, „das werden wir diesmal toppen.“ Dazu muss aber wohl das Wetter mitspielen. „Davon sind wir extrem abhängig“, sagt Christian Schön, der die 190 Kilometer Fahrtstrecke der „Rallye Historique“ für rund 80 Fahrzeuge organisiert hat.

Die Rallye startet am Samstag, 11. September ab 11 Uhr am Schlosshotel Bensberg. Am Sonntag, 12. September, findet dort ab 9 Uhr die Siegerehrung und vor allem auch der Concours d'Elégance statt, bei dem rund 40 besonders teure und seltene Fahrzeuge präsentiert - und hinterher von einer Fachjury prämiert - werden.

Für die Fahrer, unter ihnen auch Fernseh-Promis wie Jan Hofer, Peter Lohmeyer oder Andrea Sawitzki, beginnen die Classics bereits am Freitag. Für das All-inclusive-Wochenende im Schloss bezahlen die Teilnehmer zwischen 645 und 745 Euro pro Person. Wesentlich billiger kommen die Zuschauer weg: Acht Euro beträgt der Eintritt zum Concours. Und die rund 80 Oldtimer, die an der Rallye teilnehmen, können am Samstag im Schlosshof sogar kostenlos bewundert werden - zu diesem Zweck bietet sich neben dem Start, der bis zu 90 Minuten dauern dürfte, auch der Zieleinlauf gegen 17 Uhr an.

Dabei gilt oft: je älter, desto schöner. Den Altersrekord im Klassement, zu dem Fahrzeuge bis Baujahr 1979 zugelassen sind, halten ein Bentley Mulliner Tourer Open und ein Bugatti Type 35 T, beide von 1926.

Bei der Siegerehrung am Sonntag um 11.30 Uhr werden aber nicht die schönsten Wagen prämiert, sondern diejenigen, deren Fahrer die insgesamt neun „Gleichmäßigkeitsprüfungen“ auf der Strecke am besten absolviert haben. Dabei geht es nicht darum, gleichmäßig die höchste Geschwindigkeit zu fahren. „Das Durchschnittstempo von 40 Stundenkilometern wird nicht überschritten“, sagt Fahrtleiter Schön. Wer auf einem kleinen Streckenabschnitt eine Zeitvorgabe auf die Hundertstelsekunde genau erfüllt, gewinnt. Zudem müssen zwei Geschicklichkeitsprüfungen absolviert werden.

Anders am Sonntag beim Concours: Welche Wagen dort in den sieben Wertungsklassen vorne liegen, liegt - mit Ausnahme des Publikumspreises - allein in Händen der Jury. Unter deren neun Mitgliedern ist auch der „Schöpfer des VW Golf“ Giorgio Giugiaro. VW-Chefdesigner Walter de Silva hat den Vorsitz der Jury.

Zahlreiche Sponsoren sorgen für attraktive Preise: Flüge, Markenuhren, Pokale aus der Porzellanmanufaktur . . . „Die Teilnehmer sollen die Rallye vor allem genießen“, sagt Schön, der rund 30 Fahrzeugen absagen musste, weil der Korso sonst zu lang geworden wäre. Bei all dem Genuss - Mittagessen in Lerbach inklusive - sei besonders das Lenken der alten Wagen im Bergischen eine ganz schöne Arbeit.



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