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Preisverleihung

„Wir wollen ein Zeichen setzen“

Von Stefan Corssen, 09.09.10, 09:21h

Pisa-Schock, G8-Abitur, Sprachstandserhebung: Das Thema Bildung ist seit Jahren in aller Munde. Dabei sind sich alle Experten einig: In Sachen Bildung muss in Deutschland mehr getan werden. Doch wer soll das bezahlen?

WIPPERFÜRTH - Pisa-Schock, G8-Abitur, Sprachstandserhebung: Das Thema Bildung ist seit Jahren in aller Munde. Dabei sind sich alle Experten einig: In Sachen Bildung muss in Deutschland mehr getan werden. Doch wer soll das bezahlen?

Die Wipperfürther Liberalen möchten mit ihrem nun erstmals verliehenen Förderpreis Bildung „ein Zeichen setzen“, wie FDP-Fraktionschef Josef Schnepper bei der Preisverleihung im Ratssaal des Alten Seminars betonte. „Das deutsche Bildungswesen können wir als FDP Wipperfürth sicher nicht reformieren.“ Dafür wolle man besonderes Bildungsengagement vor Ort auszeichnen, wie der FDP-Vorsitzende Kai Emde erläuterte.

Drei Sieger statt einem

Statt einem Sieger, wie eigentlich vorgesehen, gab es am Ende allerdings gleich deren drei. Die Hermann-Voss-Realschule wurde für ihre Projekte „Bläserklasse“ und „Minimusical“, eine Kombination von Tanztheater und Literatur, mit 500 Euro ausgezeichnet. Dass die musikalische Ausbildung an der Realschule Früchte trägt, davon konnte sich das Publikum selbst überzeugen. Das Schulorchester unter Leitung von Sebastian Leins lockerte die Preisverleihung musikalisch auf.

Grundschüler für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern, dieses Ziel verfolgt die Nikolausschule mit „TuWas“. Schulleiterin Sabine Biesenbach: „Naturwissenschaften und Technik werden von jungen Frauen oft gemieden. In der Grundschule gibt es diese Hemmungen noch nicht. Wenn wir die Schüler in diesem Alter dafür begeistern können, haben wir auch die Chance, dass wir später junge Frauen an die Naturwissenschaften heranführen können.“ Mit der Projektwoche „Recht auf Rechte - Kinderrechte“ will die Nikolausschule zudem die soziale Kompetenz der Jüngsten stärken. Beide Projekte zusammen zeichnete die FDP-Jury ebenfalls mit 500 Euro aus.

Ein Sonderpreis über 200 Euro geht an den katholischen Kindergarten St. Clemens in Wipperfeld für ein sechswöchiges, vielseitiges Bewegungsprojekt. „Danach waren unsere Kinder fit, und sie haben mannigfaltige soziale Kompetenzen erworben wie aufeinander Rücksicht nehmen und sich gegenseitig zu helfen“, erläuterte Maria Blechmann. Die Leiterin des Kindergartens durfte sich zusätzlich zum Preis über eine Urkunde und einen Blumenstrauß freuen, ebenso wie die beiden Schulleiterinnen Susanne Eckhardt und Sabine Biesenbach. Alle drei bedankten sich herzlich für die Auszeichnung, der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Eicker (FDP stellte die prämierten Projekte kurz vor.

„Bildung ist mehr als Reproduktion von Wissen, sie ist etwas Kreatives und schafft etwas“, sagte Bürgermeister Michael von Rekowski. Der Förderpreis Bildung nannte er eine „gute Idee“. Auch 2011 wollen die Wipperfürther Liberalen einen Förderpreis Bildung ausschreiben. „Wir hoffen auf viele Bewerbungen“, so Josef Schnepper.



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