Von Kathrin Höhne, 09.09.10, 07:03h
Diese brauchte medizinische Hilfe, konnte allerdings nicht selbst den Notruf absetzen und auf sich aufmerksam machen. In dieser Situation blieb ihr Sohn ganz ruhig, ging zum Telefon und rief professionell den Notruf über die Nummer „112“ an. Anschließend wies er den Rettern den Weg. Seiner Mutter konnte damit ganz schnell geholfen werden.
„Ja, was ich wählen und sagen musste, also die Straße und die Hausnummer, das hatte mir schon mal der Papa gesagt und ein Feuerwehrmann im Kindergarten“, antwortete fröhlich der Blondschopf gestern im Gebäude der Feuerwehr. Im Schlepptau hatte er während der ganzen Rettungsaktion auch noch seine kleine dreijährige Schwester, auf die er aufpasste. „Also ein solches Verhalten ist absolut vorbildlich und muss gewürdigt werden“, betonte Berg. Deswegen bekam Justin zusammen mit seiner Schwester, Mutter und Großmutter einen Extra-Termin bei der Feuerwehr, bei dem er im großen roten Löschfahrzeug eine Runde mit Blaulicht drehen durfte. Dazu gab es noch einen mit seinem Namen signierten Helm, eine Ehrenurkunde, Aufkleber, ein Malbuch sowie ein Kartenspiel.
„Ich finde es absolut super, wie Justin das gemacht hat“, freute sich gestern auch noch einmal seine Mutter, Nadine Issever. Eine „reife Leistung“ bestätigte ihrem Enkelsohn ebenso die Großmutter, Regina Mei, die zum Zeitpunktes des Vorfalls im Urlaub war und nicht schlecht staunte, als sie die Geschichte hörte. Dafür gab es natürlich auch ein dickes Lob aus ihrem Munde.
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