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Feuerwehr

Sechsjähriger rief Rettungsdienst

Von Kathrin Höhne, 09.09.10, 07:03h

Weil sich der kleine Justin bei einem Notfall vorbildlich verhalten hatte, bekam er einen Extra-Termin bei der Feuerwehr. Dabei durfte er als Belohnung sogar im großen roten Löschfahrzeug eine Runde mit Blaulicht drehen.

Justin
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Der kleine Justin rief über den Notruf „112“ einen Rettungswagen für seine Mutter. Für dieses mutige Verhalten lud ihn Stadtbrandinspektor Peter Berg zu einer Extrarunde mit der Feuerwehr ein. (Bild: Rosenbaum)
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Der kleine Justin rief über den Notruf „112“ einen Rettungswagen für seine Mutter. Für dieses mutige Verhalten lud ihn Stadtbrandinspektor Peter Berg zu einer Extrarunde mit der Feuerwehr ein. (Bild: Rosenbaum)
Brühl - „Der Fall war absolut ungewöhnlich und vor allen Dingen am Ende sehr erfreulich“, sagte am Mittwochnachmittag Stadtbrandinspektor Peter Berg in der Feuerwehrwache Brühl. Während in den vergangenen Wochen und Monaten routinemäßig die Einsätze bei Wohnungsbränden oder einem Wasserrohrbruch liefen, „staunte die Besatzung eines Rettungswagens der Brühler Feuerwehr nicht schlecht, als sie am 18. Juli ein kleiner Junge auf der Straße vor einem Mehrfamilienhaus in Kierberg in Empfang nahm“, berichtete Berg. Wie sich später herausstellte, wartete der sechsjährige Justin Issever dort, um die Rettungsassistenten zu seiner Mutter zu führen.

Diese brauchte medizinische Hilfe, konnte allerdings nicht selbst den Notruf absetzen und auf sich aufmerksam machen. In dieser Situation blieb ihr Sohn ganz ruhig, ging zum Telefon und rief professionell den Notruf über die Nummer „112“ an. Anschließend wies er den Rettern den Weg. Seiner Mutter konnte damit ganz schnell geholfen werden.

„Ja, was ich wählen und sagen musste, also die Straße und die Hausnummer, das hatte mir schon mal der Papa gesagt und ein Feuerwehrmann im Kindergarten“, antwortete fröhlich der Blondschopf gestern im Gebäude der Feuerwehr. Im Schlepptau hatte er während der ganzen Rettungsaktion auch noch seine kleine dreijährige Schwester, auf die er aufpasste. „Also ein solches Verhalten ist absolut vorbildlich und muss gewürdigt werden“, betonte Berg. Deswegen bekam Justin zusammen mit seiner Schwester, Mutter und Großmutter einen Extra-Termin bei der Feuerwehr, bei dem er im großen roten Löschfahrzeug eine Runde mit Blaulicht drehen durfte. Dazu gab es noch einen mit seinem Namen signierten Helm, eine Ehrenurkunde, Aufkleber, ein Malbuch sowie ein Kartenspiel.

„Ich finde es absolut super, wie Justin das gemacht hat“, freute sich gestern auch noch einmal seine Mutter, Nadine Issever. Eine „reife Leistung“ bestätigte ihrem Enkelsohn ebenso die Großmutter, Regina Mei, die zum Zeitpunktes des Vorfalls im Urlaub war und nicht schlecht staunte, als sie die Geschichte hörte. Dafür gab es natürlich auch ein dickes Lob aus ihrem Munde.



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