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Masterplan

Eine Straße soll zum „Dorfplatz“ werden

Von Renate Hotse, 09.09.10, 07:00h

Dorfplatzcharakter soll die Steinfelder Straße in Nettersheim erhalten. Mit der geplanten Neugestaltung im Rahmen des Masterplans Nettersheim wollen Politik und Verwaltung die Entwicklung einer lebendigen Ortsmitte fördern.

Steinfelder Straße
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Ross und Reiter mit Hund passieren die Steinfelder Straße in Nettersheim – ein idyllisches Bild, noch vor der geplanten Verkehrsberuhigung. (Bild: Hotse)
Steinfelder Straße
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Ross und Reiter mit Hund passieren die Steinfelder Straße in Nettersheim – ein idyllisches Bild, noch vor der geplanten Verkehrsberuhigung. (Bild: Hotse)
Nettersheim - Lebendig ging es auch am späten Dienstagnachmittag zu, als sich der Planungsausschuss vor der Gemeindebücherei traf und ein Auto nach dem anderen die gepflasterte Straße entlang fuhr.

Doch der Eindruck täusche ein wenig und das Verkehrsaufkommen schwanke stark Tageszeit abhängig, versicherte Bürgermeister Wilfried Pracht. Stadtplaner Bernd Niedermeier von der beauftragten Planungsgruppe MWM aus Aachen präsentierte das Konzept für den Teilbereich der Steinfelder Straße von der Einmündung der Bahnhofsstraße bis zum künftigen Literaturhaus. Nach der Neugestaltung soll der Straßenverlauf nur noch leicht angedeutet sein.

Indem angrenzende Grundstücksflächen mit einbezogen werden, soll die Straße wie ein Platz wirken und nur noch im Schritttempo befahren werden dürfen. „Die Fußgänger werden die gleichen Rechte haben wie die Fahrzeuge“, formulierte es Niedermeier. Ausgenommen Lkw und Busse: Der Schwerlastverkehr soll in Zukunft ganz herausgehalten und mit einem neuen Verkehrsleitsystem über andere Strecken geführt werden.

Um die Steinfelder Straße als verkehrsberuhigte Zone ausweisen zu können, ist die Abstufung von der Kreis- zur Gemeindestraße erforderlich. Im Gegenzug will man den Teilabschnitt der Bahnhofstraße ab Steinfelder Straße bis zur L 106 zur Kreisstraße aufstufen.

Obwohl das Parken in verkehrsberuhigten Zonen nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen möglich ist, soll das kurze Halten für den Brötchenkauf oder den Sprung in die Bücherei erlaubt sein. „Das ist ja schließlich unser Erfolgskonzept: dass die Leute vor dem Geschäft parken können“, bekräftigte Pracht.

Im Zuge der Neugestaltung können Schäden ausgebessert werden, die normalerweise laut Straßeninstandsetzungsplan nicht vor 2014 / 15 behoben worden wären. So wird es auch eine neue Straßenentwässerung geben, bei der das Wasser durch Schlitzrinnen nicht mehr oberflächlich abläuft. Detailplanungen gibt es noch nicht, die Anlieger will man in die weiteren Überlegungen einbeziehen.

Auf rund 300 000 Euro belaufen sich schätzungsweise die Gesamtkosten, die zu 60 Prozent aus Städtebauförderungsmitteln bezuschusst werden. Nachdem die Bezirksregierung zwischenzeitlich grünes Licht gegeben hat, soll nun der konkrete Antrag gestellt werden, um noch in diesem Jahr an die Förderung zu gelangen. Um keine Zeit zu verlieren, beschloss der Ausschuss zudem, beim Kreis Euskirchen sofort die Abstufung der Steinfelder Straße zur Gemeindestraße zu beantragen. Mit den Arbeiten wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr begonnen.



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